— 41 - schliesslich Boppard (4,66 ha)84 und Pachten südlich Trier (1,8 ha)8"' mit viereckigen Flankentürmen. • Die meisten bisher aufgezählten Kastelle weisen polygonale oder • runde Türme auf86. Kastelle mit viereckigen Türmen sind an der Nord- grenze des Römerreiches selten87. Doch ist die Umschau nicht ergeb- nislos.'Vier Vergleiche mit Kastellen von derselben Bauart und Grös- senordnung wie Schaan wirken auf die Anlage in Schaan sinnerhel- lend. Das Schaan am nächsten gelegene und auch am meisten ver- wandte Kastell ist jenes von Iggenhausen am Pfäffikonersee88. Allein dieses Kastell bietet in der Konfrontation mit Schaan eine Menge'von Problemflächen. In ihrer Grösse und im grundrisslich leicht verscho- benen Quadrat sind sich die Kastelle nahezu gleich89. Schaan wie Irgenhausen besitzen Ecktürme von ca. 8 m im Geviert99. Während Irgenhausen in den Fronten vier Seitentürme aufweist, konnten sie in Schaan nur. als Torturm in der Nordflanke und. bei Ausgrabungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts angeblich an der Südflanke nachge- wiesen werden91. Das Schaaner Kastell übertrifft in'der Wucht des Mauerwerkes dasjenige von Irgenhausen: der durchschnittlichen Mau- erstärke von 3,60 m in Schaan stehen die schlanken Kurtinen von 1,90 m in Irgenhausen gegenüber92. Die vermutliche Stärke der auf- gehenden Mauern an den Schaaner Ecktürmen entspricht mit 1,90 m genau der Kurtinenstärke in Irgenhausen, während die Ecktürme in Anthes 1917, 100 ff., Abb. 5. Anthes 1917, 105; Schleiermacher 1950, 173, Abb. 16; vgl. Gose, Trierer Zeitschrift 11, 1936, Beiheft. ' • Die Dreiviertelkreistürme von Alzey ruhen auf quadratischen Eunda-• menten, vgl. Anthes 1917, 111. \ ' Eckige Türme scheinen an polygonalen und glockenartigen Kastellgrund- rissen in der.zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts nicht mehr gebaut wor- den zu sein, vgl. Vogt 1948, Abb. 11 (Zürich);- Stähelin 1948, Abb. 66 (Montagny-Chancy); Abb. 62 (Genf); Abb. 67 (Solothurn); Abb. 68 (Ölten); Anthes 1917, Abb. 22 (Betmauer bei Isny); Abb. 24 (Eining) usw. Schulthess 1911, 41 ff.; MAGZ 12, 7, 1860, 311 ff.; ASA 18, 1916, 257 ff. (Keramik); Anthes 1917, 137 ff'!, Abb. -20; Wotechitzky 1954, 33 f., Abb. 19; Burckhardt-Biedermann 1906, 139 f.; Stähelin 1948, 274 ff., Abb. 56. vgl. Beck 1957, 253; Schulthess 1911, 94. Schulthess 1911, 94, Tafel I, II; Beck 1957, 253 ff., Plan I, II. Beck 1957. 252 (S.-237, Skizze von Immler); Schulthess 1911, 94. Beck 1957, 254 f.;. Schulthess 1911, 54, 57, 80, 94. 
84. 85. 86. 87. 89. 90. 91. 92.
        

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