— 329 — Der Vereinsvorstand . hielt im Berichtsjahr sieben Sitzungen ab. Während der Ausgrabungen in Schaan fanden mehrere Besprechungen an Ort und Stelle statt. Das in der letzten Jahresversammlung gewählte neue Mitglied des Vorstandes, Herr Bauamtsleiter Ingenieur Karl Hartmann, übernahm das Amt des Vereinsschriftführers. Seit Jahren bemüht sich unser ^ Verein um die Fortsetzung des. Liechtensteinischen Urkundenbuches, von dem in einem dritten Band die in den österreichischen und deutschen Archiven liegenden Urkun- den aus der Zeit vor 1416 veröffentlicht werden sollten. Diese Arbeit hatte seinerzeit Herr Landesoberarchivrat Dr. Tiefenthaler in Bregenz übernommen. Leider war er aus Gesundheitsrücksichten nicht in der Lage, die bereits begonnene Bearbeitung fortzusetzen. Es gelang dann, in Herrn Oberstudienrat Prof. Dr. Benedikt Bilgeri, Bregenz-Hard,. einen fachmännischen Bearbeiter zu finden. Wir hoffen, dass die Fort- setzung unseres Urkundenbuches nun doch in einem der nächsten Jahrbücher erscheinen kann. Trotz verschiedener Bemühungen-von Seite unseres Vereins, der fürstlichen Regierung und auch der Gemeinde Schaan, war 'es nicht möglich, einzelne interessante Teile des' ausgegrabenen Kastells von Schaan,'die auf Privatgrund liegen, offen zu lassen und zu'konser- vieren. So wurden denn Ende November die Mauern und Anlagen . wieder sorgfältig eingedeckt. Der auf Gemeindegrund liegende Tor- turm des Kastells, auf der Westseite von St. Peter, soll im Zuge der Re- novation der Kapelle konserviert und mit weiteren Teilen, der unter der' heutigen Kirche liegenden" und nun freigelegten römischen und früh- christlichen Baureste, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Anlässlich einer vorgesehenen Erneuerung des Bodens im Chor der Marienkapelle in Triesen kamen alte Mauerfundamente zum Vorschein, anscheinend die halbrunde Apsis eines früheren Kirchenbaues. Nach Besichtigungen durch die Denkmalschutzkommission und den Vor- stand unseres Vereins wurde von der Regierung die Einstellung der Erneuerungsarbeiten verfügt. Die Untersuchung bzw. die Ausgrabung der Fundamente ist beabsichtigt. Wie im Vorjahre auf der'Burg Neu-Schellenberg, so wurde nun im vergangenen Winter im Gebiete der Ruine Alt-Schellenberg'das dichte Gestrüpp entfernt und die Burgstelle wieder besser zugänglich gemacht.
        

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