— 318 — Sichelsteine "dieser Art aus dem gleichen Material wurden seinerzeit bei den Ausgrabungen auf dem Borscht, ebenfalls in der Gemeinde Schellenberg, gefunden. (Vergl. A. Hild, Wallsiedlung Borscht, Jb. 36. S. 41 u. Abb. 1, 3 und D. Beck, Ausgrabung auf dem Borscht 1947 in Jb. 47, S. 46 u. Abb. 14). Über die schon früher in der Nähe der Burgruine Altschellenberg von Josef Brendle gemachten Funde wurde bereits in den Jahrbüchern1 1953, S. 209/210; 1954, S. 103 ff.'; 1955, S. 113 ff.; 1956, S. 76 und 1957, S. 275 berichtet. Sie beweisen dass der Bürghügel schon in vor- geschichtlicher Zeit, besonders im Neolithikum besiedelt war/ * - 
- Auf einer weiteren Fundstelle in der Gemeinde Schellenberg (Lan- deskarte 1 : 25 000 beim ersten «r»̂ der Bezeichnung «Eschnerberg» fand Herr Jupp Ziegler, vorübergehend in Schaan wohnhaft, einen Stichel aus grauem Silex und ein weiteres bearbeitetes Stück aus grünem Feuerstein. Letzteres könnte das Fragment einer querschnei- digen Pfeilspitze sein. ' • Aus dem benachbarten Gebiet .vom Lutzengüetle lieferte Herr Zieg- ler noch weitere Silexfunde ab (Gemeindegebiet Eschen u. Gamprin). Schaan Am 18. Mai 1958 suchten Dr. Rudolf Rheinberger und seine Söhne den Abhang Oberhalb des alten Tännelegartens in Schaan in der Flur Efisalf nach Streufunden ab. Sie fanden ein zwar untypisches, ziemlich grobes, aber sicher prähistorisches Scherbenstück. Es handelt sich um ein Wandstück mit starker Magerung ohne Rand und ohne Verzierung. Eine Bruchstelle lässt erkennen, dass es zu einem Gefäss gehörte, das aus Tohwülsten geformt wurde. Weiters wurde auch noch ein unbe- arbeitetes'Stück Feuerstein gefunden. . Arilässlich einer weiteren Begehung dieses Gebietes am 5. Oktober 1958 wurde die kleine etwas tiefer liegende Terrasse abgesucht. Hier fand Peter Rheinberger jun. ein bearbeitetes Stück Bergkr.istall mit einer scharfen Arbeitskante. Die Fundstelle liegt auf ca. 640 m Höhe auf den Koordinaten 758/815. 226/510. Im Spätherbst 1958 wurde über diese Terrasse eine Wasserleitung gelegt. Trotz sorgfältiger Beobachtung, konnte aber bei der Grabung keine Kulturschicht festgestellt und kein Fund gemacht werden.
        

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