— 36 — erhielt in der Schweiz die Römerforschung neue Impulse. Schaan ge- riet in das Feld neuer Untersuchungen48. Doch kamen zu den damali- gen Kenntnissen über das Schaaner Kastell,,nachdem 1893 Versuche, durch systematische Ausgrabungen einen Grundriss zu erarbeiten, ge- scheitert waren40, bis zu den gründlichen Untersuchungen in den Jah- ren 1956/57 keine wesentlich neuen Daten, ausser was durch Analogie- schlüsse der Forschung in der Zwischenzeit zugereicht wurde50. Vor dem skizzenhaften Untersuch des Bauwerkes sei zuerst auf die Topologie der Problemstellungen verwiesen: Einem, kurzen deutenden Beschrieb des neu erforschten Kastells folgt ein Vergleich mit andern Kastellen, um ein (bereits bekanntes) Kastellschema herauszupräpa- rieren. Von dieser Basis aus soll die vorläufige Deutung dessen erreicht werden, was die einleitende Beschreibung in funktioneller und chrono-' logischer Hinsicht nicht zu geben vermochte. Die letzten Grabüngsberichte stellen ein Kastell von 57,50 m Ost- seite, von 60,50 m Nord- und Südseite und 59 m Westseite vor. Die viereckigen 7,90 m starken Ecktürme mit grossen TuffquadenV'1 ver- bindet 3,60 m dickes Mauerwerk aus kleinen, in reichlich Mörtel ge- legten Kalksteinen; besonders in der Mauermitte besteht das Füllwerk aus kleineren Steinen, die noch schichtenartig "gelegt- wurden32. Die 1,90 m mächtigen .Eckturmmauern ummanteln auf massivem Funda- ment (ein kleines Fundament ist vorgelagert) 1,50 m über dem ehemali- gen Kastellareal einen ca. 4 m im Quadrat messenden Raum5:!. Die Ost- 48. Keller 1864, 69 ff., Taf. III, Fig. 7; vgl. Beck 1957, 237 f. -. 49. " Beck, 1957, 238 ff. 50. Anthes 1917, 140 f., Abb. 21; Beck 1957, 229 ff.; Jantsch 1947, 33 ff.; " Burckhardt-Biedermann 1906, 139 f.; Bergmann 1954, 28 f.; Keller 1864, 69 f., Taf. III, Fig. 7; Kdm 75 f."; KB 20.; Schleiermacher 1950, 173; Schädler 1909, 16 ff.; Schulthess 1911, 107; Stähelin 1948, 275 f., Abb. 57: Wotschitzky 1954, 35 f., Abb. 20. , 51. Beck 1957, 247, 255 ff., Abb. 4, 5, 23, 24, 25, Plan I, II, VII. 52. Beck 1957, 254 f., Abb. 7, 16-19. - 53. Beck 1957, 247, 255, Abb. 5, 23; die Turmmauern können gegen das . Kastell hin schwächer gewesen sein; die Dicke der Turmmauern ist in Schaan nur gegen die Feindseite gesichert. Die Anordnung der Seiten- .türme ist nicht immer symmetrisch, vgl. Poidebard 1934, XLV, datiert auf 306 n. Chr. (Deyr al-Kahf). - '
        

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