höchstens vermutet, aber nicht bewiesen werden42. Die Enge des Rhein- tals bei Sargans wäre der Tendenz, das versumpfte Tal möglichst zu umgehen und es an der schmälsten Stelle zu durchqueren, sehr ent- gegengekommen43. Der Figurenfund vom Gutenberg, der jenem von Vild (Sargans) entspricht44, sowie die in der Sarganser Ziegelei her- gestellten Ziegel für das Kastell Schaan4"' sprechen für die Zusammen- gehörigkeit dieser Gebiete, die auch im Früh- und Hochmittelalter in der. kirchlichen und'politischen Organisation ihren Ausdruck fand. Beim Nachweis des römischen Strassennetzes müss man sich stets eine räumliche Staffelung vergegenwärtigen: Was in frührömischer Zeit noch nicht vorhanden war, kann sehr wohl in der Jahrhunderte dauernden Herrschaft möglich geworden sein.' Kastell Schaan Die Bedrohung der römischen Nordgrenze in der späten Kaiserzeit verlangte eine 'intensivere Bautätigkeit an Befestigungswerken und vermutlich auch an Lokalstrassen im alpinen Rheintal. Als die bedeu- tendste römische Festung des Rheintals kann das Kastell in Schaan angesehen werden. Schon vor Mitte des 19. Jahrhunderts kannte man Ruinen des Baues4(i, und als,1849 auf dem Kastellareal die Häuser niedergebrannt waren und bei ihrem Wiederaufbau grosse Mauern sichtbar wurden, erwachte-das Interesse am Kastell mehr und mehr47. Zur gleichen Zeit 42. Der Verlauf der Strasse über Ragaz braucht deshalb nicht in Abrede gestellt werden, Heierli 1903/04, 112 f; ASA, 1900, 58. 43. Jenny 1885, 15; auf der Strecke Bregenz-Arbon wurde das Rheintal bei seiner geringsten Breite durchquert, vgl. auch ASA 19, 1917, 141; 1863, 65; zum selben:Problem JbL 1942, 85. 44. Reinecke 1944, 161, Anmerkung 59; MAGZ 7, 15, 1864, 71, Taf. 3, 8: Heierli 1903/04, 116, 249, Abb. 69; Bessler 1934, 56; Repertorium d. Ur- u.' Frühgesch. 3, 1957, Taf. 14, 53. 45. Beck 1957, 262, Ziegel mit Fingermarken im Kastell Schaan; Fingermar- ken sind- in den Ziegeleien in Sargans nachweisbar, vgl. Manz ' 1921, Nr. 1681, Ziegelmarke: «mit Daumenspitze eingestrichene Schleife». 46. Kaiser 1847," 158; Beck 1957, 233. 47. Zu den Briefen, von Hofkaplan Fetz vgl. Beck 1957, 234 ff.; Bergmann 1853, 28 f.-
        

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