— 311 — vüren), die in Liechtenstein entstanden sind, schmücken'ja zu einem schönen Teil liechtensteinische Wohnungen und öffentliche Gebäude. Doch viele sind noch unbekannt. In einer privaten / 
Sammlung konnten die meisten zusammengetragen werden, ausserdem manche Werke, aus der früheren Zeit. Auch der Historische Verein hat mit der Sammlung der graphischen Werke begonnen. Dank einer Schenkung der Fürstlichen Regierung und der Frau von Professor Zotow ist auch diese Sammlung schon ziemlich umfangreich. Von den früheren Werken sind leider die. meisten verloren gegangen. Es wird zwar auf , Grund der Angaben von Frau Professor Zotow versucht, die Sammlung auch der früheren Werke zu vergrössern, um damit wenig- stens, einigermassen einen Überblick über das Kunstschaffen von Professor Zotow auf graphischem Gebiete zu erhalten. i Professor Zotow als Briefmarkengestalter Die Gestaltung der Briefmarken machte dem Künstler grosse Freude. Hier war er Meister. Der Kuss der Muse auf die Stirne des Genies ist ein schönes Bild. In Wirklichkeit spielt sich aber meistens das Auf- tauchen einer schöpferischen Idee weniger poetisch ab. Für ihn, der liechtensteinische Geschichte und Gepflogenheiten nicht kannte, war es schwer, geeignete historische Motive zu finden. Oft ist die Idee das Ergebnis tagelangen Bemühens. Wenn Professor Zotow aber einmal eine Idee gefunden hatte, so grub er sich immer tiefer hinein in den psychischen Grundgehalt derselben, und er ruhte und rastete nicht, bis er ihn ganz ausgeschöpft hatte. Dieses künstlerische Talent, dann die ausserordentliche feine und sichere Führung des Stichels, sowie die minutiöse Ausführung auch der kleinsten Details seiner Darstellungen haben Professor Zotow die Anerkennung der Fachwelt und Philate- listen gesichert. Bür Liechtenstein lieferte er die Entwürfe für die Huldigungsserie 1939 (20-, 30- und 50-Rappen — Bild Nr. 24), für die historische Serie 1942 (20-, 30r, 50-Rappen, 1— und 2.— Franken — Bilder Nr. 23 und 24) und für die Kanalserie 1943. Den Stich besorgte er für die Huldigungsserie 1939, für die Madonna 1941 (10.— Fr), und die historische Serie 1942. Doch das ist ein kleiner Teil. Wer Gelegenheit hat, die Entwürfe, welche sich im Nachlass, insbesondere aber jene, die sich im Postmuseum befinden, zu sehen, der ist über-
        

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