— 301 — gelang, indem er zahlreiche Auszeichnungen und Medaillen von athle- tischen Vereinen und Wettbewerben in Moskau und Petersburg erhielt. Nach dieser ziemlich langen Sturm- und Drangperiode (1901 — 1909) versöhnte er sich mit seinem Vater und trat zur Vollendung sei- nes Kunststudiums in die^Kaiserliche Kunstakademie in Petersburg ein. Zuerst arbeitete er in der Klasse des berühmten Professors Jlja Repin, dann Hess er sich bei Professor Mathe in der Graviertechnik ausbilden, und schliesslich übersiedelte er in die Klasse des grossen Monument- und Tiermalers Professor Franz Rubeaüx, welcher gleich die hervorragenden Qualitäten seines neuen talentierten Schülers be- merkte. Ivan, welcher sich bald mit dem Professor sehr befreundete, wurde von demselben eingeladen, ihm bei dem grosseh Staatsaüftrag, beim Panorama «Borodino» bei Moskau und «Sebastopolverteidigung» behilflich.zu sein, wobei Ivan besonders an dem Panorama «Sebasto- polverteidigung» einen bedeutenden Anteil hat. Schön bereits im Jahre 1910 bekam Ivan Miassojedoff sein erstes Staatsstipendium: eine Reise ins Ausland für sein erstes.grosses Werk «Argohautenfahrt» (3 x 2V2 m), für welches ihm der «Prix/de Rome» verliehen wurde. Ein Jahr später beendete er das heroische .Wandgemälde «Schlacht mit den Centauren» (4x3 m), für.welches.er wiederum den «Prix de Rome» erhielt. Schon wollte' er; mit einem, neuen Wandgemälde be- ginnen, als er die Nachricht bekam, sein Vater liege auf seinem Gut in Poltava (Ukraine) im Sterben. Er eilte an das Sterbelager seines •Vaters, dem er doch so viel zu verdanken hatte. Noch an dessen Sterbe-' bett zeichnete er. mehrere Pörtraits seines Vaters. Nach dessen Tod ging Ivan Miassojedoff für neun Monate ins Ausland. Im Februar 1913 kam er zurück und begann mit viel Eifer und Freude an seinem neuen Wandgemälde «Atalanta und 
Bewerber» (472 x IV2 m, .Bild Nr. 13) zu arbeiten. Ende Jahres war es fertig und '•— was in der Akademie ein- malig war — Ivan Miassojedoff bekam zum dritten Mal den «Prix de Rome». Sein bisheriger Lebens- und Künstlerweg war ein rauschender Erfolg gewesen. Nach 1913 gab es eine lange Zeit produktiven Schaffens. Doch grosse Schatten lagen über seiner Arbeit. 1914 begann' der Weltkrieg. Professor Rubeaux verliess die Akademie und kehrte nach Deutschland zurück. Ivan Miassojedoff aber begann trotz des Unheils, das über
        

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