— 285 — Ausgrabung St. Peter in Schaan 1958 . (Vorläufiger Grabungsbericht) 
1 , von David Beck •Als in den Jahren 1956 und 1957 die Grabungen im spätrömischen Kastell in Schaan ausgeführt wurden, zeigte es sich, dass die heutige St. Peterskapelle zum Teil innerhalb der Kastellmauern, zum andern Teil aber auf den Fundamenten des Torturms, der nördlichen Um- fassungsmauer und des Nordostturmes sich erhebt1). Dies war an sich_ nicht, erstaunlich, denn es ist fast die Regel, dass innerhalb spätrömi- scher Kastelle frühchristliche Kirchenbaureste gefunden werden. Der Grund zu einer Untersuchung innerhalb der Mauern von St. Peter und unter dem Boden der heutigen Kirche war deshalb gegeben. Da eine Renovation des Gotteshauses, das zum Teil baufällig, aber auch durch frühere Renovationen verunstaltet ist, ohnehin beabsichtigt war, wurde dem Historischen Verein die Bewilligung zur .Ausgrabung vom Pfarramt und von der Gemeinde bereitwillig erteilt. Nach allgemeiner Ansicht ist St. Peter die älteste Kirche von Schaan . und wahrscheinlich; neben St. Peter in Mals, auch die älteste des Landes. Die Lage beim Kastell und das Patrozinium sprechen dafür. Auch E. Poeschel hat in «Die Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein»2) diese Ansicht geäussert und dazu noch das zusammen- gefasst, was-urkundlich über das Gotteshaus bekannt ist und was vor- her schon zum Teil von Peter Kaiser und Joh. Bapt. Büchel-veröffent- licht wurde3). 1) D. Beck, Das Kastell Schaan, Jahrb. des Histor. Vereins f. d. F. L. Bd. 57 (1957) S. 229 ff. . 2) E. Poeschel, Die Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein, (Basel 1950) S. 78 ff. 3) Peter Kaiser, Geschichte des Fürstentums Liechtenstein (Chur 1847) S. 158 ff. und Jph. Bapt. Büchel, Geschichte der Pfarrei Schaan, Jahrb. d. Histor. Vereins f. d. F. L„ Bd. 27 (1927) S. 15 ff.
        

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