- 276 - duktion des Talon von M3 bedingt. Die Länge der Praemolar- reihe des Unterkiefers liegt im obersten Bereich der Variations1 breite römischer Schweine. Diese Erscheinung findet eine Er- klärung in der nur schwachen Kulissenstellung der Vorbacken- zähne. Ein Vergleich der' Maße, der Extremitätenknochen mit Funden aus andern historischen und prähistorischen Siedlungen zeigt, dass die Schweine aus Schaan mittelgrossen Tieren ange- hören. Tiere ähnlicher Körperproportionen wurden in Vindo- nissa (THALHEIMER 1945) und auf der Engehalbinsel bei Bern - (KUHN 1932) gehalten. Der römische Gutshof Alpnach (KUHN 1932) weist grössere Tiere auf. Im Mittelalter dagegen scheinen im st. gallischen ,Rheintal auf der Feste Hohensax (13. — 15. Jahrhundert) noch kleinere Schweine gehalten worden zu sein (WÜRGLER 1956). . . ' , FELIS CATUS L. HAUSKATZE Von der Hauskatze ist eine distale Gelenkpartie eines rechten Humerus erhalten (grösste Breite distal 23,5 mm). ' Als Stammform unserer Hauskatze wird heute im wesentli- chen FELIS SILV ESTRIS LYBICA FORST ER ange- sehen (BOESSNECK, 1953; HALTENORTH 1953). Von Altägypten aus fand sie über Griechenland und das Römische . Weltreich Verbreitung bis in unsere Gegenden. Aus der Schweiz sind Reste dieses.Haustieres schon mehrmals aus römischen Niederlassungen bekannt geworden. Das ursprünglich heilige Tier wurde bei den Römern meist als mäusevertilgendes Haustier gehalten, später auch als Helfer gegen die Rattenplage und gegen Maulwürfe ' (PALLADIUS) (vergl. O. KELLER 1909, p. 67 ff.). Auf der rhein- talischen Burg Hohensax (WÜRGLER, 1956, p. 29) wurden im Mittelalter (13. — 15'. Jahrhundert) kleinere Katzen gehalten. GALLUSDOMEST1CUSL. HAUSHUHN Sechs Knochen dieses Hausgeflügels konnten sicher bestimmt werden: Humerus Grösste Länge ' 64 . . ; Grösste Breite proximal - 18 Grösste Breite distal' '14 Kleinste Breite der Diaphyse ; 6,5
        

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