— 272 — • Unterkiefern des römischen Gutshofes Alpnach. WÜRGLER (1956, p. 56) weist sie im Mittelalter. (13. —15. Jahrhundert) auf der ostschweizeri- schen Burg Starkenstein ebenfalls an Schafunterkiefern nach. Beinr einzigen messbaren Ziegenunterkiefer sind die Molaren gegen- über den Praemolaren etwa um 20° nach vorn geneigt. Ich möchte dies als beginnende Mopsköpfigkeit deuten. Die Dimensionen der Kiefer des Schafes weisen auf für römische Zeit . kleinere Tiere hin. Schafe von ähnlicher Grösse wurden im Neolithikum' am Bodensee (Sipplingen, VOGEL 1933) gehalten. Das Exemplar mit einer Backenzahnreihe von 70 mm scheint (vergl. NOBIS 1955, p. 129) von einem männlichen (ev. kastrierten) Tiere zu stammen. Im nahen Toggenburg (Schweiz) wurden Schafe mit ähnlichen Zahnmaßen für das Mittelalter (13. — 15. Jahrhundert) auf der Burg Starkenstein beschrieben (WÜRGLER, 1956, p. 50). 
1 Scapula: Vier Exemplare, zwei davon juv. Beide messbaren Schulterblatter dürften von Schafen stammen, beide weisen Sägespureh auf. Länge des Proc. articularis 32 - .32 ' Länge der . Gelenkfläche 25 26 Breite der Gelenkfläch.e - (20) ' (21) Kleinste Länge am Hals 19 — Humerus: Zwei distale Gelenkpartien vom Schaf, eine linke und eine rechte.' f Breite distal. 32 28 i Radius: Fünf Fragmente, davon 1 jugendlicher Radius (ohne distale Epiphyse) und eine proximale Gelenkpartie. Sie scheinen zu Schafen zu gehören. Grösste Breite proximal 29,5' 30 Kleinste Breite der Diaphyse 15 — Ulna: Ein sehr jugendliches Exemplar und zwei Reste des Schafes (ohne Tuber olecrani). Metacärpus: Neben' drei nicht genauer bestimmbaren Resten zwei Diaphysen junger Ziegen und eine proximale Gelenkpartie eines Schafes. Pelvis: Ein Acetabulum wahrscheinlich vom Schaf. Länge 28 mm. Femur: Vier proximale .Gelenkpartien, davon scheint je eine der Ziege resp. dem Schafe anzugehören. Die beiden änderen Fragmente lassen keine Artbestimmung zu. Cälcaneus:'Ein Exemplar. einer jungen Ziege. Zwei Calcanei (einer ' adult, grösste Länge 53,5 mm) dürften von Schafen stammen. Ästragulas: Das einzige vollständige Stück erlaubt keine exakte Artbestimmung. , Grösste Länge lateral 31 Grösste Länge medial 29 Grösste Dicke lateral ' 17 Grösste Dicke medial . 18
        

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