— 268 Inv. Nr. 6/2: Ein linkes Unterkieferfragment mit Ml. P4, P3 und-Al- veolen für P2, sämtliche Praemolaren zeigen Spuren der Usur. Das-Tier -' wurde im Alter von gut 3 Jahren geschlachtet. Der Kiefer macht einen sehr massigen, geradezu plumpen Eindruck. P.4 und Ml zeigen wulstige Zementanlagerungen. Besonders auffällig ist die Stellung der Zähne:- Ml ist um - einen- Winkel von ca. 30° gegen P4 geneigt. Der Kehlrand , zeigt eine starke Krümmung. Es scheint eine ausgesprochene Mopsfprm vorzuliegen. Die Praemolaren zeigen deutliche Kulissenstellung und zwar in noch ausgeprägterem- Maße, als sie KRÄMER (1899, p.' 256,s ' Abb. 15,' Taf. 10) in der römischen Colonie Aquae Sextiae fand. ' Inv. Nr. 1/60 : Ein Mandibularest, rechts, mit sämtlichen Praemolaren', P4 im Durchbruch, Alveolen für P4 und Ml deutlich zu erkennen. Alter: gegen 3 Jahre. Gegenüber Fundstück 6/2 zeigt dieser Unterkiefer ein «hirschartiges» Gepräge. Der Kehlrand ist praktisch gerade, die Zähne nicht in Kulissenstellurig. Er entspricht dem üblichen Typus der Rinder- ünterkiefer. Die Symphyse trägt eine ausgedehnte Sägefläche, durch welche der Incisivteil abgetrennt wurde. Beide Fundstücke gehören einer kräftigen, grosswüchsigen Rasse an, . vergleichbar den Stücken die BOESSNECK (1958;. p.-150) in der Zivil- siedlung zum Kohortenkastell Kumpfmühl (Regensburg) fand! In römi- schen Siedlungen der Schweiz wurden nur selten Funde ähnlicher .Grösse geborgen. " Dagegen zeichnen sich die beiden M3 nicht durch besondere Grösse aus. - •Humerus: Fragment einer distalen Gelenkrolle, rechts. , . Radius: Sechs Reste (1 rechts, 5 links), davon zwei Diaphysenfragmente ohne distale Epiphyse. Zwei Knochen gehören zu grosswüchsigen Tieren. Einer . mit 65 mm proximaler Gelenkflächenbreite stammt von einem kleinen Rinde. ' ' • ' ' Ulna: Ein rechtes, kleines Diaphysenbruchstück. Ein linkes Gelenkfragment, dessen Tuber olecrani noch nicht verwachsen ist. Kleinster Durchmesser des Olecra'non 53 Durchmesser über den Processus anconaeus- 69 Carpalia: Vier Fundstücke, unterschiedlicher'Grösse. • '- Metacarpus: Vier Knochen, davon ein vollständiger, linker Mittelhandknochen. I No. 1 Grösste Länge ' 191 — — No;2 Grösste Breite proximal 55 ' 64 — • • Nd. 3 Kleinste Breite der Diaphyse • 30 • - .' — No. 4 Grösste Breite proximal - •. 55 — ' (58) Index: No. 2. 100 / No. 1 - • 28,8 Index: No. 3. 100 / No. 1 ' ' 15,7 • _ _ -. : . Da es sich um ein atypisches Exemplar handelt, fnuss auf eine Ge- schlechtsdiagnose verzichtet werden.
        

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