— 30 — mit 51 Meilen an. Sie verzeichnet zwischen Bregenz und Chur die Station Clunia mit 17 Meilen (25,2 km) von Bregenz, Magia mit 18 Mei- len (26,6 km) südlich Clunia und weitere 16 Meilen (23,7 km) südlich bis Chur". Mit den späten und sehr ungefähren Angaben des Geo- graphen von Rävennas ist das schriftliche Quellenmaterial erschöpft. Der archäologische Aufweis in Verbindung mit den schriftlichen Quellen- vermag die Kenntnisse über die Römerstrassen etwas zu modi- fizieren: In Schaanwald konnte auf einer Länge von 48 m die 3,5 m breite Strasse Bregenz-Como sichergestellt werden9, in Nendeln soll ein heute verschollener,'mit Inschriften versehener Meilenstein gestan- den haben19, und die Ableitung von Vaduz aus Vadum (Furt) erscheint, falls die Annahme richtig ist, als ein sprachlicher Hinweis auf die Anlage'der Strasse11. ' Als Ausgangspunkt für die Meilenzählung der Strecke Bregenz-Chur gilt das alte Brigantium1"2. .Clunia wird Altenstadt (Brederis) gleich- gesetzt13. Umstrittener ist das südwärts gelegene Magia. Zu Anfang und Mitte des 19. Jahrhunderts glaubte man in Magia Mäls am Fusse der Luziensteig 'zu erkennen14. Als aber in Schaan die Kastellmauern zum 7. HM 118, 121; Miller 1929, Segm. III, 4, 5; IV, 1. 8. 'HM 171 f. 9. Hild 1929, 150, mit Lageplan, linsenförmige Packung von Flyschgestein, im Scheitel der Strasse ca.' 30 cm, an den Rändern ca. 20 cm; ähnliche - Bauart vgl. Cartellieri 1926, 85, 150. 10. Jenny 1903, 198; Schädler 1909, 20. 11. Nipp 1924, 103; Ospelt, 1911, III; Kdm 155, Anmerkung 2; Aebischer 1946, 5 ff. (zur Herkunft und Bedeutung des Ortsnamens Vaduz: Aebischer leitet Vaduz von Aquae-ductus ab). , 12. Scala'1914, 31 ff.; Heuberger 1932. 
101 L; Helbok 1936, 34 f., 44 ff.; Schwarz 1949, 254; Bergmann 1853, 25 f.; Volmer 1915,-453, 455, S. 138 f. ' 13. Kiepert Tab/XXIII; Oechsli 1903, 73; Schädler 1909, 18 f.; vgl. HM 118, 121; Stähelin 1948, 367;-MZK 1918, 77 ff.; Jenny 1890, 8 ff., b/Sausgruber 1918. 75"ff.; in derselben Publikation vgl. Zösmair J., Römische Bauten- reste bei Altenstadt; sowie die Arbeiten von Douglass J. S., Überreste der römischen Clunia bei Gaevis in Vorarlberg; Deininger J., Die Überreste der sogenannten «Heidenburg Clunia» bei Göfis. Vorarlberg; Hopfner glaubte, Clunia als Dunia lesen zu müssen, vgl. Arch. f. Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs IV, 1907, 40 f.; V, 1908, 83 ff.-, abgedruckt bei - Sausgruber 1918, 127 ff. 14. Kaiser 1847, 9; vgl. KB 20; Bergmann 1853, 28; Jenny 1890, 93 ff.; Jenny 1903, 198.
        

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