— 258 — A LCE S ALCES (L.) ELCH Radius: Grosse Überraschung brachte der Fund eines Elchknochens. Ein Bruch- .stück der distalen Gelenkpartie eines linken Radius wurde im S-N-Schnitt (vergl., BECK, 1957, Plan II, p. 252) entdeckt. Seine Dimensionen sollen mit zwei rezenten Elchskeletten aus Norwegen (Sammlung des Zoologi- schen Museums der Universität Zürich) verglichen werden: " Grösste Breite distal . Schaan (Inv. No. 14/31) , (81) Wa 99 c, männl, Zool. Mus. Zürich 78 - ', Wa 99 c, weibl., Zool. Mus. Zürich ' ,68 Der römerzeitliche'Knochen übertrifft in den Breitenmaßen die beiden rezenten Elchradien aus Norwegen. ' Geweih: Später fand sich bei der Durchsicht der bearbeiteten Geweihreste aus Schaan eine kleine Sprosse, die am wahrscheinlichsten beim Elch ein- zuordnen ist. Es ist daher anzunehmen, dass auch Schaufeln des Elches zu Gebrauchsgegenständen verarbeitet wurden (vergl. • Bemerkungen beim Hirsch). • ' Die ältesten Funde des Elches stammen im Gebiete der Schweiz . aus der Riss-Würm-Zwischeneiszeit, d. h. dem Anfang des Obe- . ren Pleistocaen (HESCHELER & KUHN 149, p. . 173). In der Periode der letzten Vereisung fehlen seine Reste. Sie erscheinen jedoch wieder im Postglazial. Zahlreiche Funde wurden aus Torf- mooren geborgen; nur ist ihre Datierung, häufig erschwert, da keine Begleitfuhde vorliegen. Zeitlich exakt lassen sich demgegen-. . über die Funde aus Pfahlbauten einordnen. Auf-dem Gebiete der Schweiz ist der • Elch aus mehr als 10 neolithischen Stationen bekannt. .VOGEL (1933, p. 101) kann ihn als Jagdbeute in den Pfahlbauten Sipplingen, Steckborn und Bodmann am Bodensee nachweisen. Schon in den jüngsten neolithischen Pfahlbauten tritt er aber, wenigstens als Jagdtier,'. wesentlich zurück (HE- SCHELER 1924, p^ 82). Auch in den folgenden Perioden wird sein Zurückweichen immer-deutlicher. Jedenfalls spielt äuf der Spei- sekarte der metallzeitlichen Pfahlbauten der Elch keine Rolle mehr (HESCHELER 1929, p. 244): Trotzdem scheinen die KÖrper- '• • dimensionen der Tiere keineswegs abgenommen zu haben. RÜEGER (1944) beschreibt die Reste zweier. Elche aus dem Pfahl-' v bau Uerikon, die alle Vergleichszahlen BÄCHLERS, (1910) über- treffen. Auch der neue. Fund aus dem Kastel] Schaan zeigt uns
        

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