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: ' -2. Kapitel ' • • • . 'Strassen^ und Militärbauten •' "-' "Römische Strassen in Liechtenstein- "'-- - ' un d der n-äh-eren Umgebung ' ' : ' Die Römer bauten Strassen im Bestreben, das eroberte Land zu halten und zu konsolidieren: der Handel benötigte die Verkehrswege,' Eilboten und Post benutzten die Verbindungen, auf den Heerstrassen zogen Legionen in gefährdete Gebiete. Über die Römerstrassen geben zum Teil Schriftsteller, zum Teil zwei alte Strassenkarten und die Bodenforschung Auskunft. • Durch die unwegsamen Alpen und das Alpenvorland wurde ein für damalige. Begriffe dichtes Strassennetz, gebaut. Das mittlere Alpen- gebiet kennt eine Reihe wichtiger Traversierungen aus römischer Zeit: den Grossen St. Bernhard, der Italien mit Gallien verband1, die Bünd- ner Pässe, von denen der Julier, Septimer und Splügen die wichtigsten sind2 und als gute Verbindung zwischen Como und Augsburg galten, und schliesslich die Strasse über die Reschenscheideck (Via Claudia), die von Trient nach Augsburg führte3. In die Nord-Süd verlaufenden Strassen verspannten sich die Ost-West-Routen. Die wichtigste davon ist die Pannonien, Rätien, Süd-Germanien und Gallien verbindende Heerstrasse über Bregenz und Vindonissa4. -. . Nach der Eroberung Rätiens verbesserten die Römer die «früher spärlich und schlecht» passierbaren' Gebirgswege: «Kaiser Augustus fügte der Vernichtung der Räuber "die. Instandstellung der Strassen hinzu», schrieb. Strabo5. Den Verlauf der. durch das liechtensteinische Gebiet von Bregenz nach Como führenden Route zeigt zum ersten Mal um 280 n. Chr. das Itinerariurn Antonini an, in welchem die Strecke zwischen Bregenz und. Chur mit 50 Meilen1 eingetragen ist6. Die aus dem 4. Jahrhundert' stammende Peutingersche Tafel gibt die Strecke 1. Meyer 1861, 119 ff.; Stähelin 1948, 342 ff.; Guyan 1954, 200 f. : .2. vgl. Oechsli-1903,.72 f.; Stähelin 1948, 367 ff.; Meyer.1861, 128 ,f. -3, . Cartellieri l?26,-47 ff.; Oechsli 1903,; .71;-Planta 1872, 76 ff. 4. Stähelin 1948, 363 ff.; zur Konstruktion der Strasse, Jenny 1885, 14ff. .5. Strabo IV, 6, p. 204. . . . . r, 
.. . .... . 6. HM 112, 114, 121.
        

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