' — 249 — ' ' ' ' . • den. So entstehen derzeit Pumpwerke im-Eschnerriet und im Maurer-, und Schellenbergerriet werden nächstens weitere folgen. Um die örtlichen Begebenheiten rund.um Werdenberg einwandfrei abzuklären, setzte ich mich mit Herrn Hans Eggenberger, Grundbuch- geometer in Buchs in Verbindung. Es war interessant festzustellen, dass eine Höhenangabe am Nordende des Sees sogar einige Zentimeter- unter 444 m liegt, so dass das Gelände auch von Norden her eher ein Gefälle gegen Werdenberg aufweist. Grundbuchgeometer Eggenberger erklärte über mein Befragen, dass der Untergrund südlich, östlich und nördlich von .Werdenberg sehr torfig sei. Über den See befragt, gibt er Auskunft, dieser sei schon vor Jahrhunderten künstlich aufgestaut worden, er .habe keinen "sichtbaren Zufluss, sondern werde durch er- giebige Bodenquellen gespeist. Das durch den Aufstau gewonnene 'Ge- fälle (cirka 3 m) sei früher zur Kraftgewinnung für eine Mühle, die beim Rössle gestanden habe, ausgenutzt worden. Über eine Länge von gut 2 km dehnt sich nord-östlich von Werdenberg eine ausgesprochene topfebene Niederung aus, die 3 m' tiefer liegt als z. B. das Gelände um den Bahnhof Buchs. Auf Grund obiger Darlegungen und vor-allem, der gegebenen topo- graphischen Verhältnisse ist mit aller Sicherheit anzunehmen, dass zur Zeit der Entstehung des Namens Werdenberg das östlich und vor allem nördlich dieses Bergvorsprunges gelegene Gebiet zumindest noch recht sumpfig war, ja teilweise noch ständig unter. Wasser stand. Wir hatten also zur Zeit des Beginnes der mittelhochdeutschen Sprachepoche, etwa vor 1000 Jahren; hier ähnliche Verhältnisse, wie bei dem etwa 12 km entfernten östlich des Rheins gelegenen Werth in Mauren. Für den. Werth in Mauren aber ist uns in einer Urkunde aus dem Jahre 1667 noch die andere mhd. Schreibform, nämlich «Werder» erhalten geblie- ben, so dass in Mauren damit auch -der urkundliche Beweis voll er- bracht ist. • Wer sich in Zürich etwas auskennt, der weiss, dass dort das Wort «Werd» in den Strassenbezeichnungen vorkommt, so gibt es eine Werd- gartengasse, eine Werdgutgasse, eine Werdhölzlistrasse, einen Werd- mühleplatz, eine Werdmühlestrasse, einen Werdplatz, eine Werdstrasse. Die Hefren.Dr. Paul Guyer, Adjunkt am Staatsarchiv und Dr. Guntram Saldin, Redaktor am Schweizerdeutschen Wörterbuch haben im Jahre 1957 eine Publikation unter dem Titel «Die Strassennamen der Stadt
        

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