•• -. • — 242 — . • . •'• • «auf Berg» oder auch in Zusammensetzung mit einem anderen Haupt- 'wort, sei es als Grund- oder Bestimmungswort (z. B. Wangerberg; Berg- acker). Der aufmerksame Beobachter wird indessen bald gewahr, dass diese alten Flurnamen etwas anderes bezeichnen als wir heutigen Menschen unter Berg verstehen. Hören wir das Wort' Berg, so denken wir sofort.an eine mehr oder weniger mächtige Erderhebung mit einem Fuss, mit Flanken nach allen Seiten, Schultern und-mindestens einem Gipfel. Stellt einer unserer Schullehrer an seine Klasse die Frage: «Wie heissen die liechtensteinischen Berge?», so kommt die Antwort: Mit- tagspitze, Falknis, Schwarzhorn, Naafkopf, Gorvion u. s. w., also lauter ganz markante Erhebungen in unserer Bergwelt. . Schauen .wir uns nun einmal unsere «Berg»-Flurnamen etwas ge- nauer an:' (der Begriff Flurname ist hier.in weitestem Sinne gebraucht, also auch als Bezeichnung für das Gelände und seine Gliederungen, d. h. für Berge, Hänge, Schluchten, Täler und Ebenen etc.)'.. Da haben .wir vorerst eine Gruppe von «Berg»-namen, die. mehr oder weniger grosse Berghänge bezeichnen, sö Triesenberg, das ist das ganze Gebiet der Walsergemeinde Triesenberg. Vor der Einwanderung der Walser im• 13. Jahrhundert gehörte diese sanft ansteigende Berglehne den Triesnern, daher' Triesnerberg oder, wie es heute heisst, Triesenberg. . Mit. Maurerberg wird • der der Gemeinde Mauren gehörige, zwischen dem Tisnertobel und Kracher gelegene Teil des Westabhanges des Grenzgebirges Vorarlberg-Liechtenstein bezeichnet. Die südlich an- schliessende Partie dieser' bewaldeten Bergflanke gehört der Gemeinde Eschen und heisst daher Eschnerb'erg. Hier werden also ganze Berg- flanken nach deren Besitzern benannt. Die Balzner bezeichnen'seit jeher Partien der bewaldeten Abhänge1 der Mittagspitze mit «näherer Berg«- und «äusserer Berg». Der Häng, der an unserer sudlichen" Landesgrenze'direkt vom Rheinbett aus steil in die Höhe steigt, trägt den alten Namen. Freiberg. (Dieser Wald war offensichtlich, für die allgemeine .Nutzung noch zu einer Zeit frei, in der die anderen Wälder schon einer kontrollierten Bewirtschaftung unterstanden). Auf dem-Gebiete der Gemeinde Triesen wird ein leicht ansteigendes" Gut — auf etwa 580 m Meereshöhe gelegen — mit Matilaberg benannt. Steile, hochgelegene Rasenflächen, die sich als Weidgäng für .die Tiere kaum mehr eignen und deshalb gemäht wer- den, werden in Triesen, .Triesenberg und Planken als Heuberge be- J
        

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