— 20 — Freiheitsliebenden das 'starke römische Heerlager von- Vindonissa (Windisch)6:i; Der Schlagkraft dieser Besatzung wäre jeder Widerstand erlegen. .">.-:... . . __.' - Über die "politischen Verhältnisse bei den einzelnen Stämmen sind wir nicht orientiert, jedenfalls galten die Rater als Peregrinen, tribut- pflichtige Untertanen der schlechtesten Rechtsstellung84. Wichtig für die Römer waren die rätischen Tribute und die wirtschaftlichen Pro- dukte."5, vor allem aber die rätische Wehrkraft. Bald wurden die Berg- ler, -ihrer Tapferkeit wegen gerühmt, zu Diensten in Auxiliarkohorteh ausgehoben. Anfänglich standen sie in ihrer Heimat und näheren Um- gebung. Aus der.Zeit der Julier ist eine aus Rätern und Vindelikern gemischte Kohorte und eine rätische, bekannt. Später stellten die Römer fast ein Dutzend rätische Kohorten auf66. Die sechste und siebte Räter- kohorte stand schon früh in der bayrischen Hochebene07, und im 1. Jahrhundert dienten Räter am Mittelrhein, im 2.-Jahrhundert,beson- ders an der unteren und mittleren. Donau68. Selbst in Kappadokien, Britannien und Aegypten kämpften die Bergler69. Die politische Grenze römisch Rätiens umspannte im Westen das Wallis70, zog dann vom Rheinquell über den Glärnisch, Pfyn, Untersee zur Donau und trennte Rätien von Helvetien und 'Südgermanien. Die Nordgrenze bildete der rätische Limes. Im Osten verlief die Grenze in der Gegend von Kufstein über die Wasserscheide zwischen Zillertal und Pinzgau in südwestlicher Richtung. Beim südlichen Grenzverlauf zwischen Adda und Tessin ist der nördliche Teil des heutigen Kantons 63. vgl. ASA. 27, 1925, 198; ASA 36, 1934, 92 f.; Germania 11, 1928, 2 ff.: . JbSGU'36, .19,45,-69 (Laur); HM 279 ff., vgl. Laur-Belart R., Vindonissa, Lager und Vicus, Berlin/Leipzig 1935. 64., Heuberger 1932. 69. 116 f.; eine Ausnahme bildet' hierin das Wallis, : vgl. HM 198. . .', , 65. vgl. Plinius VIII, 132, 179; IX, 240; XVI, 197; XVIII, 69, 172; XXXVI, 159; XXXVII, 27. ' 66.,, Ritterling, Klio 21, 1927, .84 f.; Stähelin 1948,'251; Oechsli . 1903, 75; RE I, ,48 ff.; RE 4, .326 ff.; CIL'XIII 6242, 7048. . . >•( .« 67. Stähelin 1948, 179 f. . 68. CIL XIIII, 6240, 7047; CIL.XVI sup., 164, 175,. 178, 179, 180/183. - 69. RE I, 48; RE 4, 326 ff. • ..':.•' :'- -' 70. Das'Wallis wurde um 20. n. Chr. ein selbständiger Sprengel mit-eigener Verwaltung, vgl. Stähelin 1948, 110 f. . . . . .- • . .' - -
        

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