— 279 — Der Fibeltyp hat seine Ausgestaltung in Italien erhalten'; namen- gebend ist der bekannte Fundort der Certpsa (Karthause) di Bologna. Die Certosafibel findet sich jedoch auch nördlich der Alpen sehr häu- fig "; hier gehört sie überwiegend in die frühe Latene-Zeit (ca. ab .450 v. Chr.). Im Alpenrheinta] kann sie wohl dem Horizont der Schneller- keramik (vgl. D. Beck, Jahrbuch 51 (1951) 235 ff ; B. Frei, Jahrbuch 56 (1956) .57 ff, Ur-Schweiz 16 .(1952) 26 ff) zugeordnet werden. Weitere Fundorte sind hier etwa Gutenberg b. Balzers, Bludenz, Montlingerb'erg; eine Sonderform, bei der der Bügelknoten durch eine Scheibe ersetzt ist und bei der jede Spiralwihdung fehlt, fand sich seinerzeit im Rhein- bei bei Widnau. . Zum Schl'uss sei dem Finder für die prompte Fundmeldung und -ablieferung gedankt. • • . . ' ' •• '' " ' . ' W. AI'Graf Schaan (Kasteilj' T 
1 Bei den diesjährigen Grabungen im spätrö- mischen Kastell fand sich einige Meter süd- lich der Badeanlage mitten in einer koh- ligen Schicht, neben zahlreichen römischen Kleinfunden das Bruch- stück ' einer . Fibel vom Frühlätene- Typ,. Nadel und 
Spi- Abbildung 5 (1:1) ralfeder fehlen;, sie sind mit etwa dem obern Viertel des Bügels abgebrochen und nicht gefunden worden. Erhalten sind der, Hauptteil des kräftigen-Bügels und der Nadelhälter, der zurückgebogen in eine etwas abgeplattete , Kügel und aufgesetzten Dorn mit acht feinen Querrillen und kleiner zwiebeiförmiger Spitze ausläuft. Der Bügel ist ausserordentlich elegant im Halbkreis geschwungen. Oberseitig läuft ein markanter DojDpelgrat
        

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