'Allgerhein wird angenommen, dass die Kastelle von Schaan und Ig- genhausen,' die in Grösse ünd Grundriss sich auffallend gleichen, unter den Kaisern Diocletian (285'—'305) und Maximian um,.300 ri. Chr. er- baut wurden. Damals und wieder unter. Valentinian I.,(364 — .575) wur- den auch weitere Kasteile, und viele Wachttürme am Rhein und Boden- see erbaut und schon bestehende neu eingerichtet. Als etwa gleichzeitig mit Schaan erbaute oder neu eingerichtete Kastelle nennt Felix Stähelin: B u- r g .bei Stein, am Rhein (Tasgaetium), Q.-b e r w i n t e r t h.u r (Vidi: durum), I.r g e nh a u s e,n; dessen/römischer Name nicht bekannt.ist, A r b o n (Arbor fclix) und P f y n (Ad fines). Sie hatten teils die Rhein- grenze, teils rückwärtige Verbindungslinien zu schützen23). Schaan lag. an der .wichtigen rechtsrheinischen Heerstrasse, die jedenfalls auf der westlichen Seite des Kastells vorbeiführte; und-nicht, wie vielfach angenoriimen wurde/weiter oben .bergwärts, etwa über Dux, ging. "Das Kastell deckte und verteidigte also den Zugang zu den Alpenpässen vom Bodensee her und hatte, da.es in der,Mitte zwischen' Bregenz und, Chur liegt, jedenfalls auch Bedeutung als wichtige Stras- senstatioh. . , : .... .. Bei-den häufigen Einfällen der Alemannen in-, unsere Gegend dürfte. das Kastell. Schaan- eine wichtige Verteidigungsrplle gespielt haben. Um die Mitte des 5.-Jahrhunderts'zogen die Römer ihre Trup- pen endgültig über die Alpen zurück und die. Alemannen besetzten unser Gebiet. Ob das Kastell damals oder schon früher'zerstört oder einfach aufgelassen wurde,.-lässt-sich durch die Grabung-nicht fest- stellen. Brandspuren, besonders am Südostturrh, könnten vermuten lassen, ;da.ss es,; wenigstens teilweise, zerstört wurde! Andernteils sind aber keinerlei Funde an Waffen und wichtigen Gerätschaften gemacht worden. Solche aber müssten bei einer gewaltsamen Einnahme zurück-, geblieben sein. ,. •'•':.,.' ' .- . .In den letzten . Jahren ist-nun auch.in, Tirol ein .Kastell vom «Dio- cletianischeh^Typ» untersucht worden,, nämlich Veldidena-Wüten-.bei Innsbruck.. Eine . der. dort- festgestelltenMauerfronten,. mit Ecktürmen und Mittelturm, misst.,72'Meter29).- . . . ; 
.....Gegenüber- Irgenhausen "ist unser Kastell um ein Geringes.kleiner. -Auffallend,ist.beim Kastell Schaan, die gewaltige Mauerstärke der Kur- tinen. - (Umfassungsmauern) ; sie beträgt fast das doppelte von. Irgen-' hausen, nämlich 3.60-Meter (Irgenhausen 1.90 Meter)?0)-..,
        

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