— 263 — Die im Bad-gefundenen Boden- und Pfeilerplatten, die Heizungs- röhren und Wandplatten, mit an den Ecken vorspringenden Nasen, wurden bereits bei- der Beschreibung des Bades erwähnt. Diese letzte- ren (tegulae mammataef kennt Th. Burckhardt-Biederrhann auch-von Baselaugst.27). Die Zapfen der Ziegel in Baselaugst waren nur 3 cm lang und die Ziegel wurden angenagelt. Unsere Platten haben 6 — 7 cm lange Zapfen, sie zeigen keine Spuren- von Nagellöchern und wur- den, wie aus den anhaftenden Mörtelresten ersichtlich ist, einfach in den noch weichen Wahdmörtel eingedrückt. Ein noch gut erhaltenes' Stück hat; ungefähr die Grösse eines Dachziegels (52 x 47 cm). Von den beiden Kanaleinläufen aus Sandstein wurde der schönere (Abb. 11) herausgenommen und befindet sich nun im Museum in Vaduz.' , 
4 Mühlsteine wurden nach Angabe von Fetz im Kastell schon früher, gefunden. Aus unserer Grabung' stammt ein noch ganz erhaltener klei- ner Mühlstein (Durchmesser. 35 cm) und zwei' Fragmente von grösse- ren Stücken (50 u. 60 cm Durchmesser). ' •" . . Einige verbogene Reste.von Bleiröhren und ein - Bleiklotz, 4,75 kg schwer, deuten auf die Verwendung von Blei, zu Wasserleitungsröhren. Eiserne Nägel fanden wir besonders in der Gegend des Südost- turmes, wo sie wohl am Dachstuhl und an andern Bauteilen aus Holz Verwendung fanden. ...•'•; • Die Bearbeitung und Bestimmung der Kleinfunde hat freundlicher- weise, die bekannte Kennerin römischer Keramik Frau Dr. Elisa- beth Ettling er. in Zürich übernommen. Ein Bericht darüber wur- de uns für das Jahrbuch 1958 in Aussicht gestellt.-Sie sollen deshalb hier nur summarisch erwähnt werden. , • -. • Auffallend ist die Menge von bearbeiteten und zum Teil nur ab- gesägten Stücken von Hirschgeweihen. Schon Fetz sind diese aufgefal- len. Wir fanden sie hauptsächlich im Feld K, südlich des Bades, gegen die Ostmauer zu. Aus' Bein gearbeitet ist ein bensonders schöner Schmuckkamm mit Verzierung, ferner ein anderer, zweiseitiger Kamm,1' ebenfalls verziert. Gefunden wurden auch noch Reste von zwei weite- ren Kämmen. Aus Bein gearbeitet sind ferner das Stück eines Gefäss-- •-deckels, und zwei'verzierte Werkzeug- oder Wafferigriffe. >
        

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