— 262 — l:) Die Funde . ' ' ' , Wenn man die Grösse des "ausgegrabenen Gebietes in Betracht zieht, so ist die Zahl der Funde eher als bescheiden zu bezeichnen. Das mag wohl auch damit zusammenhängen, dass anlässlich früherer Grabungen schon viele Fundstücke aufgelesen wurden. Gegraben wur- de im Kastellgebiet in den ersten Jahren nach dem Brand von 1849 und dann noch einmal'im Jahre 1893. Damals' wurde hauptsächlich das Gebiet westlich des. Bades durchsucht und zwar in erster Linie nach1 Funden. Dieser Teil des Kastells hat denn auch tatsächlich in der Grabung 1956/57'sehr wenig Fundstücke mehr geliefert. Man darf an- nehmen, dass auch hier, wie anderwärts, gelegentlich Schatzgräberei getrieben wurde. ' .. Im Museum in Bregenz befindet sich eine Sammlung vor- und frühgeschichtlicher Funde (Rom. Inv. B 900 — 972), die aus dem Nach- lass des im Jahre 1901 in Schaan verstorbenen Pfarrers Büchel erwor- ben wurde.'-5) Ob sich dabei römische Funde aus .Schaan und insbe- sondere solche aüs dem Kastell befinden, kann erst nach Wiedereröff- nung' des Vorarlberger Landesmuseums festgestellt werden. Durch Vermittlung von B. Frei, Mels, erhielt unser Museum vor einigen Jahren eine Anzahl Bruchstücke von Dachziegeln und Hei- zungsröhren, die aus dem Kastell Schaan stammen. Sie befanden sich früher in der Altertumssammlung von Joseph Anton Natsch, Lehrer und Gem'eindeschreiber, in Mels, der ein Zeitgenosse und Mitarbeiter von Ferdinand Keller und Paul Immler war. Weitere Funde aus dem Kastell Schaan waren bis-jetzt nicht bekannt. Was ausser diesen Zie- gelresten in den früheren Grabungen gefunden wurde, scheint alles verschwunden zu sein. in der Grabung 1956/57 wurden im ganzen Gebiet des Kastells besonders viele Ziegelreste aufgefunden: Aus dem Bad und aus dessen Nähe konnten wir vier ganze Dachziegel (Leistenziegel) 'und einige halbzyliridrische Hohl- oder Deckziegel (imbrices) bergen. Bruchstücke von Dachziegeln fanden sich häufig. Einige Ziegel tragen Fingermar- ken, wie sie V i c t o r J a h n von Windisch abbildet.und beschreibt.28) Stempel fehlen auf unsern Ziegeln; mit einem kammerartigen Instru- ment gefurchte oder gerillte Stücke sind selten..
        

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