Kastells einen Hinweis auf zwei Bauperioden: der Kalkmörtelestrich gehört zur späteren Periode. .Unter dem Niveau des Mörtelbodens lagen auch die beiden in diesem Feld vorhandenen Stützen- oder Pfeilerbettungen. ' ' Sie sind rund (ca! 70 cm Durchmesser) und aus Steinen, die mit Mörtel gut gefestigt waren, aufgebaut'(Abb. 21 ui 22).'.Die Fortsetzung der Pfeilerreihe fanden wir in je 4, bezw. 8 Meter Abstand südlich der jüngeren Längsmauer in den Schnitten 11 und 13. Die Bettung Nr. 4,. vom Bad aus gezählt, ist rekonstruiert, da diese'Stelle wegen eines dort stehenden Baumes nicht untersucht werden konnte. Im Grund- rissplan sind die Stützenbettungen viereckig gezeichnet. Die erste'und die dritte waren schön viereckig ausgemörtelt, zur Aufnahme eines Kantholzes von etwa 25 x 25 Centimeter Stärke. Ihr Abstand von der Ostmäuer beträgt 4'/ä Meter. Sie gehörten wohl zu. einem gedeckten Hallenbau der frühen. Periode. Im Kastell Veldidena (Wilten-Inns- bruck) würden ganz ähnliche Stützenbettungen festgestellt.24) Die' zuletzt noch in , den Schnitten 10, 11 und, 12 gefundene Längsmauer muss einer späteren Bauperiode angehören. Sie ist aber sicher "römisch und ein Bestandteil der Kastellinnenbauten. Die Pfostenbettung Nr. 3 liegt hart südlich an der Mauer (s. Plan und • Abb. 21). Ihre Anwesenheit an dieser Stelle wäre sinnlos, wenn nicht, beim Bau der Mauer/oder schon früher, der Hallenbau entlang der Ostmauer aufgelassen worden wäre. Es wurde etwas anderes gebaut — vielleicht auch nur begonnen. ,Wir fanden keine Gegenmauer in den Schnitten weiter südlich. Denkbar wäre allerdings eine weiter südlich mit .der Mauer parallel verlaufende Pfostenreihe. Es ist aber doch nicht • leicht einzusehen, dass einer soliden Mauer von 1 Meter Breite; ~mit züsätzlichen, sich alle 6 Meter wiederholenden Verstärkungen, nur einfache, verhältnismässig schwache Holzpfeiler entgegengestellt wor- den wären. Es wurde auch davon gesprochen, dass die Mauer, nach bekannten Beispielen, zu einem Speicher (horreum.) gehören könnte. Nicht ganz ausgeschlossen ist es, dass die Gegenmauer in, ihrem nörd- lichen Abschnitt zerstört ist, und dass dort weiter südlich, wo .wir nicht- mehr' graben konnten, sich doch hoch Mauerreste" im Boden befinden könnten; Jedenfalls -bleibt die Län'gsmauer im Kastell Schaan einst- weilen ein grosses Rätsel, das durch unsere Grabung noch nicht ge- löst werden konnte. • - 
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