— 24» — Die Südmauer des Kastells wurde westlich, vom Südostturm so- weit als möglich, freigelegt, nämlich bis an'den Holzschopf östlich der alten Sennerei. Die Südseite- der Mauer ist zugleich die Eigentums- grenze. Herr Josef- K o n' r a d - P. r o s s e n erteilte aber bereitwilligst die Erlaubnis, auch noch'in seinem . Garten zu graben. So konnte die Mauer auf eine Strecke von 5 Meter westlich, vom Turm noch unter- sucht werden. An der Südwestecke des-Turmes fanden .wir gestörte Bestattungen und entlang der Südmauer (aussen) zwei noch gut er- haltene Skelette. Vom Südostturm aus wurde dann auch die Ostmauer verfolgt. An der Aussenseite war dies nur auf eine. Länge von 4 Meter möglich, bis in die Nähe eines Baumes, der geschont-werden musste. Die Innen- seite der Mauer wurde ;bis 
an den später ausgeführten Schnitt 10 frei- gelegt. Sie war aber stellenweise fast ganz, d. h. bis auf das Vorfunda- ment abgetragen. Aus arbeitstechnischeh Gründen mussten wir. diesen -Schnitt zum Teil'bald wieder eindecken. - Am 17. Mai .wurde mit den Arbeiten an den im.Herbst. 1956 fest- gestellten-Innenbauten südlich .der Kirche begönnen. In der Südwest- ecke des Raumes D (s. Grundrissplan) lagen die Reste eines Kalkofens auf dem Mörtelboden (Abb. 8) und die Räume B u. C,waren von einer jüngeren Mauer überdeckt, die z. T. (auf der Westseite) auf der römi- schen Mauer auflag, zum andern Teil (auf der Südseite) neben der Trennungsmauer zwischen den beiden Räumen, und nicht ganz paral- lel zu dieser, verlief. Der Anschluss an die Kastellmauer war 1956 entfernt worden (s. Grundrissplan). Die einzelnen Räume konnten vor- läufig noch nicht vollständig vom Schutt geräumt werden. Am besten war dies möglich im Raum B, an dessen östlicher Wand im Vorjahr die Tubuli gefunden wurden. Hier wurden die Hypokaustenpfeiler. freigelegt und die Heizungskanäle, die in den Raum C führten, ausge- räumt. In einem dieser Kanäle fanden'wir einen schön verzierten Schmuckkamm aus Bein. . Im.. Räume D wurde der Kalkofen zunächst noch liegen gelassen.. Im Übrigen wurde der Raum bis auf den Mörtelfussboden ausgeräumt. Ein -erster, zum-Teil zerstörter Kanaleinlauf aus Sandstein, ähnlich dem später in der Nähe' gefundenen (Abb. 11), war in den Fussboden eingelassen. Vom Bassin in der Südwestecke des Raumes konnte man; neben dem Kalkofen bereits-einige Bodenplatten sehen; (Abb.- 9.uM0).
        

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