246 — sehen dieser Mauer und der Sakristei war mit Schutt und Steinen aus- gefüllt und wurde im Herbst noch nicht näher untersucht. Kleine Schürfungen auf der Nordseite der Kirche bestätigten die Vermutung, dass die Nordwand auf den Resten der Nordmauer des Kastells steht. Es mussten also unter der Sakristei und nördlich davon noch die Fundamente des Nordturms vorhanden sein. Durch einen Schnitt konnte dann nördlich der Sakristei die Nordwestecke des Tur- mes gefunden werden und" im Keller des Hauses Nr. 34 würden wei- tere Reste des Turmfundamentes' festgestellt (s. Grundrissplan, Schnitt" 1 „und Photos Abb. 3 u. 25). Damit war die Ostseite des Kastells mit den zwei Ecktürmen zur Gänze sichergestellt. Die Länge des Kastells, von • der äusseren Nordwestecke des Nordostturmes bis zur äusseren Ecke des Südostturmes beträgt 57,5 Meter oder 53,5 Meter ohne die Turm- vorsprün'ge. • • Damit war Ende Oktober die Sondiergrabung abgeschlossen. Sie hatte bereits sehr schöne Ergebnisse gebracht, so dass eine Fortsetzung der Grabung als notwendig und aussichtsreich betrachtet werden konnte. ' ' ... Anfangs November wurden die offenen Stellen, insbesondere die Mauerreste mit Stroh und Dachpappe zugedeckt, um sie vor dem Wiriterfrost zu schützen. Der freigelegte Teil der Innenbauten wurde auch noch überdacht. . • b) Die Grabung 1957 '• Gestützt auf die schönen Ergebnisse der Grabung-im Herbst 1956 und auf Empfehlung von Professor Dr. Laur. Basel und verschiedener ausländischer Fachleute hin, bewilligte der hohe. Landtag dem Histo- rischen Verein,. auf Antrag der Regierung einen ersten Kredit von Fr. 10 000.— an die Kosten einer in Aussicht genommenen grösseren Grabung im Jahre 1957. Diese sollte womöglich das ganze Gebiet um- fassen, auf dem noch Reste des,Kastells zu erwarten waren. Zur Aufnahme genauer Pläne wurde uns durch Vermittlung des Instituts in Basel eine bewährte Kraft, in der Person von Herrn Oswald Lüdi-n in Windisch zugesichert.- Weitere Aufnahmen sollten, wenn nötig, noch durch den Geometer des Instituts gemacht werden. Das Landesbauamt erklärte sich bereit, je nach Bedarf die nötigen Arbeiter zur Verfügung zu stellen. Ebenso sollte die Kostenverrechnung
        

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