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% • ' f. d. Fürstentum Liechtenstein die Angaben Kellers über Schaan aus der «Statistik der römischen Ansiedelungen in der Ostschweiz» (Mit- teilungen d. Antiquarischen Gesellschaft Zürich vom Jahre .1864). Diese Veröffentlichung in unserm Jahrbuch weckte aufs neue das Interesse -am Kastell Schaan und liess im Historischen Verein, und auch in wei- teren Kreisen, den Wunsch nach einer neuen Ausgräbung wach werden. Auch Erwin P o e s ch e 1 ,-der Verfasser des, Buches «Die Kunst- denkmäler des Fürstentums Liechtenstein», hat dem römischen Kastell, der alten St. Peterskirche und dem Herrenhof von Schaan die gebüh- rende Aufmerksamkeit geschenkt und auf die .Ähnlichkeit des Schaaner. Kastells mit jenem von Irgenhausen (Kt. Zürich) und verschiedener Kastelle aus diocletianischer Zeit in Transjordanien und in Nordafrika hingewiesen. '• . ' "In.den «Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für An- thropologie, Ethnologie und Prähistorie» (MAG) LXXIII — LXXVII. 1947 veröffentlichte Franz J a n t s c h einen Aufsatz über,«Spätantike Befestigungen in Vorarlberg». In seinen Untersuchungen über die Ka- stelle und- Wehranlagen berücksichtigt er auch das Gebiet. unseres Landes, die Zugänge zu den Alpenpässen vom Zürichsee her und das bündherische Rheintal. Unser Kastell betrachtet er als Glied eines, in- mehreren Linien gestaffelten Befestigungssystems der spätrömischen Zeit, im Räume um Feldkirch. Jantsch zieht dabei' immer wieder Ver- gleiche mit. dem Kärntner Limes, dessen Kastelle aber wohl länger benutzt wurden als-die römischen Wehranlagen in unserer Gegend. . ' Von den weiteren Untersuchungen über spätrömische' Befestigun- gen, die^sich, besonders im Zusammenhang mit dem,schon seit länge- rer Zeit etwas besser -bekannten 'Kastell von Irgenhausen, auch mit Schaan beschäftigen, seien noch genannt: Th. Burckhardt-Bie- d ermann «Römische Kastelle am Oberrhein aus der Zeit Diocle- tians»'(Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte und Kunst, Jahrg.'XXV, 1906); Eduard A n t h e s , «Spätrömische' Kastelle und feste Städte im Rhein- und Donaugebiet» (X. Bericht der Römisch-Germanischen Kommission 1917); Wilhelm Schlei'ermach er, «Der obergerma- nische Limes und spätrömische Wehranlagen am Rhein» (33. Bericht der Römisch-Germanischen Kommission 1943 — 1950). Sie stützen sich, wie auch Felix Stähelin in seinem grundlegenden. Werk «Die Schweiz in römischer Zeit», in ihren Angaben über Schaan ganz auf
        

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