— 233 — Das Kastell Schaan ' von David Beck A. Frühere Forschungen und Ansichten Über das spätrömische Kastell von Schaan ist einiges schon seit mehr als hundert Jahren bekannt. Der liechtensteinische Geschichts- forscher Peter Kaiser (1793 — 1864) schrieb 1847 in seiner «Geschichte des Fürstentums Liechtenstein — nebst"Schilderungen aus Chur-Rätiens Vorzeit»1): «Schein .(Scaria, Scanowa), die'bedeutendste Gemeinde der Grafschaft (Vaduz), wird zuerst im oben erwähnten Zinsrodel des Bistums Chur genannt.2) Es war auch hier ein könig- licher Hof ; 100 Juchart Ackerland, und Wiesländ, dass es 300 Fuder Heu gab, gehörten dazu, ferner 14 Mausen, die Kirche mit dem Zehnten, ein guter Wald, 2 Alpen, 1 Mühle und die Fähre über den Rhein . •. . ». «'. . . Noch findet man mitten im Dorf Spuren eines alten Gebäudes, das sehr geräumig war und ein längliches Viereck bildete. Die Mauern sind von ungewöhnlicher Dicke und Festigkeit; aber alles ist.seit Jahr- hunderten überschüttet und überbaut; die Wohnungen vieler Lands- leute und ein dem heil. Petrus geweihtes Kirchlein nehmen jetzo gros- sentheils die Stelle ein,-wo jener alte Bau"gestanden. Weder in Urkun- den, noch in Chroniken, noch in den Überlieferungen des Volkes'findet man irgend eine Meldung von demselben, ein Beweis, dass seine Zer- störung in sehr frühe Zeiten,,vielleicht in die Zeiten der Völkerwände- rung fällt. Wahrscheinlich war hier zu 'Römerzeiten eine SLation, denn der mehrerwähnte Zinsrodel führt die königlichen Herbergen an, die auf der Strasse nach Italien lagen und zu diesen gehörten in Churrätien Schon, Chur, Lenz, Zuz, Ardez ; oder Marmels; Stalla, Sils für die, wel- che über den Septimer, oder über 'den Julier und Maloja gingen. Es ist dies genau der Strassenzug, welcher zur Zeit der. Römer gebraucht ward» *) Das in der Peutinger'schen Tafel erwähnte Mäg.iä glaubte' Kaiser in Mäls bei Balzers suchen zu müssen.4)
        

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