177 — zu. Boden und liefen weg! Mit dem Fusse stiess sie nach den Mäusen, worauf er sehr geschwollen wurde und sie Schmerzen-bekam. Den Verdacht .auf den Angeklagten hat das Weib deshalb, weil sie ihn vier ' .Tage vorher besucht hatte und er "in schlechtem Rufe war. Das Gut: achten tut-die Aussage mit der einfachsten Erklärung ab, die es gibt: Sie werde den Fuss wohl beim Stossen nach den Mäusen verletzt haben. Die Obrigkeit aber glaubte'auch solchen Dingen ! • .' ' Ungeduldige Worte gegen eine Zeugin — und schon fällt ihr Kind ins Wasser; eine andere Angeklagte war auf dem Acker'einer Zeugin; und . schon bald darauf kommen Mäuse auf den Acker und richten grossen Schaden an. Der Verdacht richtet sich auf die Angeklagte, sie 'habe die Mäuse gemacht !. ' , . .. Eine Anzeige kann der Referent nur mit Humor abtun: Die Zeugin habe indes Angeklagten Haus «samt zwei anderen Närrinnen» zwei Mass ' Wein getrunken, ihr und der einen Freundin sei es übel geworden, der dritten nicht. «Mässiger im Trinken gewest» schreibt der Professor dazu.. Die .Hexenmeister und Hexen können Vieh auch dadurch verder- • ben, dass sie es «verreiten», das heisst, in der Nacht auf ihm'ausreifen, so dass es dann'zugrundegeht. Ein Beispiel: Ein Angeklagter-weist den Buben des Zeugen darauf hin, er solle das Pferd nicht immerso stark, fahren und es nicht übertreiben. Das Ross verreckt später, ünd jetzt ' -muss es der Angeklagte sein, der es in der Nacht verritten habe. Der Wasenmeister sagt auch, geheimnisvoll tuend: das Ross sei "weiter ge- wesen, als man meine. . Ein Nachbar füttert das Ross des anderen, es wird daraufhin blind. Dem Besitzer ist es klar, der böse Nachbar hat es verritten.' Auch der Wasenmeister sagt,, es sei ganz schwarz an den Nieren gewesen. Das Berühren von Vieh durch eine böse Person bringt Unglück. «Behüt es Gott, wie-ist dieses ein so schönes Rind», sagt ein Hexerich, und nächsten Tages verreckt das Tier, ein anderer greift einem Schwein : auf den Rücken. In acht Tagen ist es tot. " . .... Wenn eine zauberkundige Person nur in das Milchgeschirr schaut, dann kann man nicht mehr «schmalzen». Ein Angeklagter hat einen «Prentling» entlehnt und.gleich zurückgegeben. Der Besitzer kann da- raufhin nicht mehr schmalzen, obwohl er einen ganzen Tag und eine halbe Nacht mit anderen zieht. Weder das Ziehen noch das Beten hat geholfen, und es. ist den Leuten klar, dass das Geschirr verhext ist. .
        

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