— 66 — • gehören nach demselben Autor in älterlatenezeitlichen Zusammen- hang. Treffende Beispiele hat neulich auch W. Krämer18) aus der frühlatenezeitlichen Siedlung von Straubing bekannt gemacht, wie seine Abbildungen auf Taf. 10 und die Stücke der Abb. 2, 1, 3 eindrück- lich zeigen. Bemerkenswert sind für unsere Belange besonders auch die hier erwähnten Graphittonsitulen, die ein bezeichnendes Licht auf die Situlaprofile unserer Abb. 5, 8, 9, 13 werfen, wo die geläufigen Ringaugen- und Bogenmuster ebenfalls in Graphitton gestempelt er- scheinen. Auch da sind Graphittonsitulen — profil- und verzierungs- mässig durchaus im Bereich des Kochtopfs vom Montlingerberg — vertreten, wie mir E. Penninger10) in Hallein an neuesten Funden zu zeigen die Freundlichkeit hatte. Nach M. Hell-'1) muss die Flasche unserer Abb. 5, 7 und das Gefäss Abb. 5, .12 aus dem Latenegrab am Bachbauernköpfl (Dürrnberg, Hallein) besonders im Rahmen des reichen Fibelinventars der frühen Latenezeit zugeordnet werden. Dar- unter ist auch eine ostalpine Tierkopffibel; wie je eine solche vom Montlingerberg, vom Lutzengüetle und vom Castels bei Mels zum Vorschein gekommen ist21). Auch die Braubacherschale (Abb. 5, 10) aus dem Grab am Hochbichl (Dürrnberg, Hallein22) ist im Rahmen des reichen Begleitinventars der älteren Latenezeit zuzuschreiben. Am Charakter der Bogenverzierung ändert es wenig, wenn wir beifügen, dass die Bögen von Flasche und Schale (Abb. 5, 7, 10) mit viereckigen Punkten gestempelt sind, während das Bogenornament des Gefässes der Abb. 5, 12 aus Dreieckpunkten zusammengesetzt ist. Diese Er- scheinung könnte vielleicht einen Zugang zum Fritzenerhorizont öff- 1S) Gemania 30, 1952, S. 256 ff. '") Hier sei Herrn Ingenieur E. Penninger der beste Dank abgestattet für seine freigebige Gewährung des Einblicks in die reichen Materialien vom Dürrn- berg, die er seit der Erschliessung desselben durch eine Seilbahn zusammen- getragen hat. Ebenso Herrn Prof. Dr. M. Hell für seine kundige Führung auf dem Dürrnberg und die Erlaubnis der Bezugnahme auf unpublizierten Fundstoff. -") MM. d. Anthrop. Ges. Wien LIX, 1929, S. 155 ff. -') Montlingerberg und Castels unpubliziert. Das Stück vom Lutzengüetle bei .Hild, Lutzengüetle 1937, 37. Jb. d. Hist. Ver. f. d. Fürstentum Liechtenstein, Abb. 15, 14. .") M. Hell. Mitt. d. Anthrop. Ges. in Wien LIX, i929; S. 174, Abb. 11,1,2.
        

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