59 — Zu einigen ergänzten Gefässen der Schnellerkeramik Von Benedikt Frei, Mels Trotz ;der 
in den letzten Jahrzehnten erfreulich aktivierten For- schungstätigkeit-,, in ..Graubünden, Liechtenstein und Vorarlberg sind wir über den Ablauf der Kulturfolge zur Eisenzeit im Alpenrheintal und darüber hinaus noch weitgehend im unklaren. Das hat seinen Grund in der anscheinenden Sprödheit der bis jetzt untersuchten Kul- turschichten dieses Zeitabschnittes. Auch der bis heute immer wieder postulierte Grundsatz der alpinen Rückständigkeit oder Beständigkeit mag einem Ausbrechen aus solchen Gedankengängen, die besonders auf Grund der.in Nord- und Südtirol beobachteten Verhältnisse wahr- scheinlich gemacht wurden, hinderlich gewesen sein. Wir, müssen uns aber immer wieder vor Augen halten, dass der überwiegende Teil jener Materialien, wie es schon Gero von Merhart1) in ausgiebiger Weise bedauert hat, nach heutigen Gesichtspunkten in ungenügender Art gehoben und zusammengetragen wurde. Einige systematische Grabungen der neuesten Zeit und glückliche Fundumstände — zu nennen wären etwa der Montlingerberg2) im St. Gallischen Rheintal bei Oberriet, Altenstadt bei Feldkirch im Vorarlberg und der Mottata bei Ramosch3) im Unterengadin — haben nun gezeigt, dass jedenfalls die Melaunerkultur, entgegen der noch 1954 von R. ̂ittioni4) vertre- tenen Aufassung, nach stratigraphischen und sachlichen Gesichtspunk- ') Wiener Präh. Zeitschr. XIV, 1927, S. 65 ff. - Das gilt auch für die kürzlich behandelten Materialien von Fritzens (L. Franz, Schlern-Schriften 71, 1950) und vom Himmelreich (K. Sinnhuber, Schlern-Schriften 60, 1949), von welch, letzterem Sinnhuber eigens bemerkt: «Was die Gewinnung der Funde betrifft, ist es bedauerlich, dass man über das «Fundbergungs- stadium» nie hinauskam». -) B. Frei, Zeitschr. f. Schweiz. Arch. u. Kunstgesch! 15, 1954/55, S. 129 ff. 3) .B. Frei, Jahrb.. d,-.Schweiz,. Ges. f. Urgesch._44, 1954/55, S. 151 ff. J) R. Pittioni, Urgeschichte des österreichischen Raumes 1954, S. 725..
        

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