- 53 - seyn därfte, und dass hierüber die allerhöchste kay(serliche) könig (liehe) Determination einzuhollen, einfolglich im künfftigen Jahr hier- wegen die fernere zeitliche Anfrage zu machen seyn werde, wo ent- zwischen es sein Bewenden haben mag, dass vor heuer keine repara (ti)onen alda vorkhekheret (!), mithin die hierzu eventualiter destinirte 1066 (Gulden) 11 VV(Kreuzer) zurukh gehalten werden». Hofkriegsrat Protokoll Registratur 1752 Mai 31, fol. 961 — 962 : «Guadagni. Remittitur,'was für Fortifciations Reparationen bey denen Vorder Oesterreich(ischen) auch Tyrol(lerischen) vesten Pläzen, Passen und Clausen anheuer von sehen des G(ene)ral Directorii in Genie- weesen vorzunem(m)en angetragen seyen .... hiernächst solle seine Meinung eröfnen, ob das dortländige Bergschloss Gutenberg beybehal- ten und in Defensions Stand gesezet werden solle . . . . » Der dieser Protokollstelle zugrundeliegende Akt (Hofkriegsrat Akt Registratur 1752 Mai 434) enthält in Bezug auf Gutenberg noch folgendes : «Bey dem . . . Berg-Schloss Guttenberg hat es sein Bewenden, dass anheuer keine reparationen vorgenom(m)en werden; der H(err) (Guadagni) wolle aber reufflich überlegen und seine Guttmeinung eröffnen, ob der Allerhöchste Dienst ex ratione militari aut publica nothwendig erheischen möchte, solches beyzubehalten und in Defen- sionsstand zu setzen mithin fürs künftige daselbst auf einen Bau an- tragen lassen . . . . » Während der Verfasser des Planes von 1706 noch nicht eruiert werden konnte, ist obiger Protokollstelle zu entnehmen, dass Ingenieur Hauptmann Sesselin, der die Pläne von 1750 anfertigte, aus der Gegend von Bregenz war. Die erste Frage, die sich uns unwillkürlich aufdrängt, lautet wohl: Warum erhielten unsere Historiker nicht schon früher Kenntnis vom Vorhandensein dieser Dokumente ? Der Hauptgrund ist der, dass in dem grossen und überaus reichhaltigen Archiv in Wien diese Pläne nicht unter Liechtenstein oder Balzers registriert sind, sondern unter Tirol. Es heisst ausdrücklich: «Bergschloss Guttenberg in Tirol». Die Tatsache, dass Gutenberg, das im Jahre 1314 von den Habsburgern er- worben wurde und bis dahin eine kleine Freiherrschaft gebildet hatte, vom österreichischen Erzhause seiner gefürsteten Grafschaft Tirol in- korporiert wurde, hat schon Prälat Büchel im Historischen Jahrbuch 1914 festgehalten. Die Feste Gutenberg und die dazugehörigen Güter
        

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