IV Neben dem kaiserlichen Hefe waren beinahe alle Botschafter und Gesandten mit ihren Damen und obersten Funktionären anwesend. Seine Majestät der Kaiser Franz Josef I. brachte anlässlich des Gala- diners in der Hofburg folgenden Toast auf das Brautpaar aus : «Ich nehme Gelegenheil, Meine Nichte Erzherzogin Elisabeth Amalia und Prinzen Alois Maria Adolf von und zu Liechtenstein, welche morgen den Bund fürs Leben schliessen, herzlichst zu beglückwünschen. Ich begrüsse diese Verbindung Meines Hauses mit dem Hause Liechtenstein mit besonderer Befrie- digung, indem ich der patriotischen Verdienste gedenke, wel- che Mitglieder dieses erlauchten Hauses meinem Lande bei verschiedenen Anlässen geleistet haben. Ich erhebe Mein Glas ' auf das Wohl des jungen Paares, möge der Allmächtige Ihrer Verbindung seinen Segen angedeihen lassen».. Kaiser Franz Josef verlieh anlässlich der Hochzeit dem Prinzen den hohen Orden vom goldenen Vliesse. Eine Gedenkmünze erinnert heute noch an diese glanzvollen Festtage vor 53 Jahren. Diese Münze ist aus mattem antikem Silber hergestellt, ist etwas .kleiner-als die damaligen Silbergulden und ist äusserst kunstvoll aüsgeführt. Auf der Averss'eite sieht man die lebensvoll dargestellten Porträtbilder des durchlauchten Paares in Profilst'ellung. Die Umschrift der Aversseite lautet : «Alois Prinz von Liechtenstein — Elisabeth Amalia Erzherzogin von Österreich». Die Reversseite zeigt die Wappen und Krone .des' erlauchten Paares. •' - ' " • Der Wunsch des Kaisers ging in Erfüllung. Uber 50 Jahre dauerte das glückliche Zusammensein. Ein überaus glückliches Familienleben war dem hohen Paare beschieden. Am 16. August 1906 erblickte auf Schloss Frauenthal.(Südsteiermark) der erste Sohn Franz Josef, unser Landesfürst, das Licht der Welt. Ausser diesem wurden dem hohen Paare noch 7 Kinder geschenkt : Maria Therese, Karl Alfred, Georg, Ulrich, Henriette, Alois, Heinrich. Im Jähre 1909 übesriedelte die durchlaüchte Familie nach Gross-Ullersdorf in Nordmähren. Schloss
        

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