— 232 — alpinen Scholle beim Kulm wirkte vor allein an tlen beiden Enden der Muschelkalk-Platte beim Krüppel und beim Plattenspitz in Form von Dehnungsbrüohen. Stärkeren Einfluss als die )Brueinsysteine hatte der Umstand, dass der Muschelkalk dem Buntsandstein nicht konform aufliegt. Man ersieht aus der Karte und nach dem Gesagten, dass eine bereits durch Brüche zerhackte Muschelkalk-Platte sich an den plastischen Tonen der «Campilerschichten» vom Buntsandstein ge.öst und über diesen, wie bei einer riesigen «horizontalen» Blattverschiebung ge- schoben bat. Das geht daraus hervor, dass der Muschelkalk zwischen Silumer Kulm und Bargella 'dem Buntsandstein ungefähr auf eine Distanz vorausgeeilt ist, die der zwischen Krüppel und Wanghöhe entspricht. Ferner daraus, dass die Verwerfungen des Buntsand- steins nicht mit jenen des Muschelkalkes zusammenfallen, weiter daraus, dass die Schichten des Muschelkalkes nicht dasselbe Strei- chen und Fallen haben wie der stratigraphisch darunter folgende Buntsandstein. Dieser fällt zwischen Krüppel und Kulm im Durch- schnitt flach nach S, E oder N ein, welcher Wechsel durch die Schollenverstellung an den vielen Verwerfungen bedingt ist. Im Mittel fällt er also flach gegen E ein. Der Muschelkalk hingegen "zeigt durchschnittlich ein W —E bis NW — SE-Streichen bei einem mittleren Einfallen von 20" — 45" gegen N oder NE. Das bedingt, dass der Muschelkalk über dein Buntsandstein in vielen Schollen schief abgeschnitten ist, seine Bänke aber oft steil am Buntsand- stein absetzen. Besonders deutlich ist dies über dem Westportal des neuen Strassentunnels zu sehen. Charakteristisch waren auch die Aufschlüsse im Tunnel selbst. Hier zeigt der Buntsandstein 
50 ,m (Horizontaldistanz) vor der Grenze gegen die «Campilerschichten:- E-W-Streichen und ein Fallen von 10° — 20" gegen S. Über den bunten Tonen der «Campilerschichten», die auf eine horizontale Strecke von 23 m aufgeschlossen waren, liegt der Mu- schelkalk N 125"-—155!l E streichend und mit 30" — 48° gegen NE zu einfallend. Heute sind die Tunnel wände z. T. verputzt oder ausgemauert. Ein interessantes Problem bat D. T r ü in p y (1916) mit der Annahme zur Diskussion gestellt, unter dem Buntsandstein der Heubübl-Scholle sei zwischen Lavadina und Wanghöhe eine zweite
        

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