— 230 — schmale Linsen geringer Ausdehnung das tektonische Niveau dieser Decke an. Die hei Überschreitung einer gewissen Mächtigkeit sau- bere Trennung von der tieferen Falknis-Decke manifestiert die Phasenfolge der Überschiebungsbewegungen deutlich. Die Sulzfluh- Decke ist, zumindest in der letzten Bewegungsphase im westlichsten Rätikon, zusammen mit den höheren Einheiten über eine zur Haupt- sache bereits fertig gefaltete und verschuppte Falknis-Deckc vor- gerückt. Die AroserSc h u p |> e n z o n e (sie darf in unserem Unter- suchungsgebiet so genannt werden, da sie nur wenige oberostalpine Linsen führt und ihr Schichtibestand mit keiner der tieferen Decken verglichen werden kann) besteht zumeist aus einer Unzahl von 'klei- nen Schuppen. Diese werden nur von einem Teil eines Schichtglie- des, oder aber von 100 m mächtigen Linsen geringer Längsausdeh- nung zusammengesetzt, die mehrere Serien im stratigraphischen Zusammenhang betreffen können. Mit andern Worten : Diese Zone ist bei einer gewissen Mindestmächtigkeit eine dünne Deckplatte, die, im Detail »besehen, aus einer Vielzahl kleiner Schüppchen be- steht. Auch ilie oberostalpine H e u b ii h 1 - S c h o 11 e ist eine Deck- platte. Sie ist, was die interne Struktur anbelangt, von nicht uner- heblicher Kompliziertheit. Betrachten wir vorerst das Gebiet zwi- schen Heubühl und Bargella: Die «iBuntsandsteiiiplatte» an der Basis der Scholle setzt an einem Bruch, der vom Alple zur Wanghöhe hinaufzieht, plötzlich in einer Mächtigkeit von rund 100 in ein. Süd- lich desselben sind nur mehr spärliche Reste dieser Serie vorzu- finden. An Mächtigkeit nach Norden rasch auf 200 — 250 m an- schwellend, lässt sich der Buntsandstein bis an den Rand des Berg- sturzes von Tricsenberg verfolgen. Aus der Beteiligung seines Schuttes in den Blockströmcn zwischen Tricsenberg und Rotenboden und aus seiner an die 100 m betragenden Mächtigkeit im Stollen Steg-Masescha, auf der Höhe des Silumer Kulms, geht hervor, dass er hier auf eine Strecke von wenigen hundert Metern völlig aus- setzt. Das beweisen die Aufschlüsse bei Masescha und im Töbelchen zwischen Säss und Kauf (Balmtobel geheissen, E Plattenspitz), in welchen der Buntsandstein fehlt und bereits der Muschelkalk die Basis der Heubühl-Scholle verkörpert.
        

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