— 227 — Die G I e e k h o r n s e Ii u p p e bildet eine nach Westen riesen- haft anschwellende, im Grossen einheitliche, liegende Falte. An ihrer Basis ist zwischen Lawenatobel und Badtobel eine Schuppenzone aufgeschlossen, die an Mannigfaltigkeit der Bauphanomene, berei- chert durch stratigraphische Sonderheiten, kaum zu überbieten ist. Dies vor allem deshalb, weil es sich um durchgehende und gut auf- geschlossene Zusammenhänge und nicht isolierten Schollen oder Schuppen handelt. Hier beteiligt sich jede Serie der Falknis-Decke vom obersten Teil des Malms bis ins Tertiär, mit einem an Mäch- tigkeit oft bis auf wenige Meter reduzierten Anteil an einer «wil- den» Kleinfalten- und Schuppen-Tektonik. Deren Kompliziertheit wird zudem durch die Interferenz zweier Fa tenrichtuugen verviel- facht. Die eine weist generell E-W-vei•laufende, die andere generell N-S-weisendc Faltenaxcn auf, die ostwärts bzw. schwach südwärts einfallen. Die etwas weniger mächtige Falknisschuppe bildet als ganzes eine liegende Falte, deren' Stirn weiter im S zurückbleibt als jene der Gleckhornschuppe. Der erstgenannten zählen wir die kleinen Schuppen des Hochspielcr und Goldlochspitz zu. Uber der Falknis-Decke lagern — baulich von ihr vollkommen abweichende — aber unter sich überstimmende Einheiten. Es ist von unten nach oben die aus mehreren Schuppenlamellen zusammen- gesetzte Sulzfluh- Decke, die ihre grösste Mächtigkeit west- lich des Heubühls erreicht, nördlich und südlich dieser Region je- doch bis auf kleinste Reste vollkommmen ausgequetscht ist. Über der Sulzfluh-Deckc ist eiue nur westlich des Heubühls als einheit- liche Deckplatte ausgebildete Quetschzone aufgeschlossen. Sie umfasst an dieser Stelle ausnahmslos Gesteine der Aroser- S c h u p p e n z 
o 11 c . In der Gegend von Gapfahl und von Bargella hingegen sind nur mehr geringmächtige Fetzen erhalten geblieben, die zudem mit obcrostalpincn Gesteinen verschuppt sind. Die höchste tektonische Einheit liegt in Form einer den beiden obgenannteh Zonen konform aufliegenden oberostalpiuen Deckplatte vor, nur den unteren Teil der triasischen Schichtfolge enthaltend. Sie wird H e u b ü h 1 - S c b o 11 e genannt. In der Gegend des Heu- bühl liegt sie als gleicbmässig steil E-fallende Lamelle des Buntsand- steins vor. Nach N zu wird das Ost fallen schwächer und die Deck-
        

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