- 199 — ersten G. s t u a r t i dürfte das Campanien und möglicherweise das unterste Maestrichtien betreffen. Bereich 4, mit G. s t u a r t i - G. caliciformis-G. c o n - t. u s a, mit selten G. 1 e u p o 1 id i und praktisch fehlenden G. 1 a p - p a r e n t i, dazu mit Pseudotextularien, repräsentiert das Mae- strichtien, wobei hauptsächlich mittleres und oberes Maestrichtien in Frage steht. Diesen Beobachtungen über die Faunenzusammensetzung auf Grund von Dünnschliff-Untersuchungen ist folgendes beizufügen : Hei einiger Übung können im Felde mit der Lupe (Vergrösserungen minde- stens 12 X) bereits im Handstück (mit Ausnahme der dunkelroten Couches rouges-Varietäten) die drei oberen Faunenbereiche 2, 3 und 4 ausgeschieden werden. Der Bereich 1 lässt sich selten von 2 abtrennen. In den meisten Fällen können mit der Lupe die leitenden Formen der betr. Bereiche auch grob be- stimmt werden. Diese Vorbestimmung ist von besonderem Wert in Zonen starker tektonischer Verschuppung innerhalb des Oherkreide-Koiuplexes, wie das in un- serem Untersuchungsgebiet der Fall ist. Aber auch zur Probeentnahme aus einer bestimmten stratigraphischen Höhe eines Profils leistet die Vorbestiiumung mil der Lupe ausgezeichnete Dienste. Helle, kalkreiche Lagen sind dazu näturgeniäss geeigneter als Mergelschiefer. In vielen Profilen von belvetischem Seewerkalk, von Couches rouges der Prealpes medianes, z. T. von cenomanen Couches rouges verschiedener Lokalitäten, in der Scaglia usw. hat sich die Altersbestimmung im Felde mit Hilfe der Lupe ebenfalls bewährt. Leicht ist die Grenzziehung zwi- schen der Oherkreide mit Globotruncanen und ?Danien-Paleocaeiigesteinen der- selben Fazies. Diesen fehlen — fast immer mit der Lupe festzustellen — die Globotruncanen. Sie sind durch grosse Globigerinen vom «bulloid»-Typ und durch Globorolalien gekennzeichnet. Die lokale Couches rouges-Tnaiisgression in d e r basalen S c h u p p e n z o n e der Falknis-Decke In der basalen Schuppenzonc der Falknis-Decke unseres Un- tersuchungsgebietes (gute Aufschlüsse über dem N-Ende des Stein- bruches von Triesen, W. P. 838 und 50 m N I von Magrüel, E des Elektr.-Werkes bei der Säge, ca. 2 km südlich Triesen) fehlen die turon-untersenonen Horizonte der Couches rouges. Hier transgre- dieren obersenone Couches rouges-Horizonte mit groben Brekzien und Konglomeraten auf den Gault. Kopfgrosse bis m3-grosse Gerölle, gelegentlich Schollen von einigen Metern Länge (Gaultsandsteine und -quarzite überwiegen, daneben turone Couches rouges), liegen in Gloholrucancn-reichem Mcrgelzement. Uber dem Transgressions-
        

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