— 195 — ebenso mächtigen Mergelschieferpakelen, in welchen dünne Kal.k- bänkchen von 1—5 cm Dicke eingelagert sind. Die Dachhorizonte der Serie werden von weichen Mergelschiefern gebildet. Schwarze zackige, parallel und quer zur Schichtung verlaufende Tonhäute sind stets zu sehen. Die grauen Couches rouges-Lagen sind bedeutend mächtiger als die roten. Der Ubergang zu den hangenden Globorotalienschichlen, deren untere Hälfte in Couches rouges-Fazies vorliegt, vollzieht sich schein- bar allmählich. Dieser Eindruck entsteht vor allem, da Mergelschie- fer auf Mergelschiefer zu liegen kommen und diese jüngeren Hü 11g c- steine der Deckfalten ausgerechnet in tektonischen Zonen (Schup- pengrenzen, und an der Basis höherer Einheiten) auftreten, in wel- chen die Verschuppungen ein Höchstmass erreichen, (siehe auf der geol. Karte F. L. Gebiet von Wang, Kulmi). In Dünnschliffen von Gesteinen aus diesem Grenzbereich fällt hingegen 'die frappante Differenz des Faunenbildes in die Augen. Die- se Gegensätzlichkeit lässt sich nur durch eine Schichtlücke erklären. Zwischen höchstem Maestrichtien mit der typischen Assoziation hoch- konischer Glohotruncanen - G.-stuar ti-Pseudot ext ularien-Gümb ebnen und den Globorotalien-Globigerinen-Fauna der ?Danien-Paleocaen- Couohes rouges manifestiert sich aber diese Schichtlücke lithologiisch kaum. Die jüngeren, letztgenannten Couches rouges-Mergelschiefer unterscheiden sich bestenfalls durehdie etwas feiner blättrige Schich- tung, die Kalke zudem durch einen cm-tiefen gelblichen Verwitte- rungsrand von den liegenden Globotruncanen-Couches rouges. D. T r ü m p y (1916) meldet kieselige bis feinbrekziöse Partien in den Basisbänken der Couches rouges. Wir machten dieselbe Fest- stellung. Diese sandig-feinbrekziösen 'dichten Kalke wurden nur an wenigen Stellen als tektonisch in Linsen ausgezogene (Bänke in den oberen Gaultschiofern gefunden. Sie dürften die tektonisch abge- splitterten und in die liegenden Schiefer eingespicssten basa.'sten Bänke repräsentieren. Ihr Faunenbestand unterscheidet sich hinge- gen in nichts von den überlicgenden, sandfreien Lagen. F'ossilfülirung und Alter An Makrofossilien Hessen sich lediglich Inoceramenbruchs.tiicke und Cancellophycus-ähnlicbe Abdrücke erkennen. D. T r ii m p y
        

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