— 189 Fast in jedem Dünnselilifff liegt ein kleines Kalkgeröll mit Calpionellen. In einem Falle mit einer «carpathica»-ähnlichen Form (2 gutgeschnittene Expl.) die wir bisher nur unterhalb und im basalen Bereich der obertithonen C. alpina- C. elliptica-T. carpathica-Cemeinschaft im Helvetikum und in den Prealpes mit beschränkter vertikaler Verbreitung fanden. Sie wird nach erfolgten statistischen Vergleichen demnächst beschrieben werden. Daneben wurde Lombardia s p. in einem Geröll angetroffen. 4. Der oberste Abschnitt des Gaulis betrifft wiederum eine Schieferzone, deren Mächtigkeit infolge tler tektonischen Beanspru- chung schwer zu schätzen ist. Sie dürfte auf ca. 20 — 30 in zu ver- anschlagen sein, ist aber meist tektonisch auf wenige Meter redu- ziert, nicht selten vol.ständig ausgequetscht. Zur Zeit ist das durch den neuen Weg geschaffene Profil auf Schweizerseite, ca. bei der Zahl 2102.1 zwischen Mazorahöhe und .Mittlerspitz, das bestaufge- schlossene. Dunkel-olivgrüne, grünlich-graue und blau-schwarze, teils san- dige Mergel- und Tonschiefer, die in den verschiedensten Anwitte- rungsfarben auffallen, bilden die Hauptmasse. Sie stellen sich all- mählich in dünnen Lagen in den obersten feinkörnigen Sandstein- horizcnten ein und überwiegen im Abschnitt 4. In dieser Schiefer- zone treten mit den Schiefern wechsellagernd auf : Dünne Sand- steinbänke; Kieselkalke: dichte, tonige, wenig starke plattige Kalke, feinstkörnige, schlierige Sandkalke von bis 20 cm; dunkelgrüne Olquarzite, bis 30 cm; dünne Hornsteinlagen; hellgrüne, 10 — 50 cm 'messende Glaukonitquarzite; kristallin- uid doloinitreiche Brekzien mit «grading», 0,5 — 2 in mächtig (z. B. in der Naafkopf-W-Wand), mit selten faustgrossen Trümmern an der Basis. In den meisten Auf- schlüssen fehlen ein oder mehrere dieser Glieder. Nicht selten sind die Bänke in Phakoide aufgelöst. Die schlierigen, feinstsandigen, dunklen Mergelkalke enthalten cenomane Glohotruncanen (siehe unten). Die hellgrünen Glaukonitquarzite, die groben Brekzien und Konglomerate (wenige Bänke), und die feinstsandigen, schlierigen Mergelkalke treten nur in diesem jüngsten Abschnitt des Gaulis auf und sind deshalb leicht zu unterscheiden von der basalen Schie- ferzone der Serie.
        

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