— 162 — lige, kalkreiehe, f einbrekziöse Bank, die mit zunehmender Distanz in einen sog. «zoogenen Sandkalk» mit schwachem «grading» über- geht, noch küstenentfernter in eine leicht sandige oolitbisch-onkoh- thiische Kalkbank und schliesslich in einen dichten, sterilen oder radiolaricnf ührenden Kalk. D. Triimpy (1916, p. 135) schreibt: «Die Zufuhr von klastischem Material erfolgte temporär. Wir sehen zwi- schen Konglomerathänken mit 2 in grossen Blöcken mächtigere Lagen von hellen, dichten Kalken mit Radiolarien auftreten. Litorale und neritische Sedimente wechseln mit pelagiseh-bathyalen». ( T r ü m p y erklärt sich den raschen AVeehsel der Tiefeiiverhältnissc durch die Annahme eines submarinen Rückens, den er als Ceantiklinale auffasst. Dessen Scheitel wäre bei nicht allzu grossen Niveauschwaiikungen von Zeit zu Zeil in den Bereich des Wellenschlages gelangt. Eine kurze Periode intensivster Abtragung hätte die gröbsten Blooklagen an der Basis der Kleinzyklen verur- sacht. Daraufhin wäre die Ansiedelung von Rifformen und in kurzer Zeit wieder rasches Verschwinden des Rückens unter Wasser erfolgt. Wir sehen in Fig. 13, dass im obersten Abschnitt der Falknis- brekzien-Serie ein mächtiger kalkreicher Kleinzyklus auftritt mit über kopfgrossen Kristallingeröllcn an der Basis. T r ii m p y be- schreibt das «grading» sehr genau und sagt wörtlich (p. 110): «Die Basisbank geht nach oben allmählich in Sandkalk und schliesslich in dichten, hellen Kalk über, ohne dass eine iSchichtfuge dazwischen aufträte». Den öbern Teil dieser «grading beds» beschreibt er als echten Riffkalk und ist der Ansicht, dass «an der Autochthonie der Fauna dieses Riffkalkes nicht zu zweifeln sei». Wichtig ist ferner seine Bemerkung: «Es muss betont werden, dass iilie Vertreter der Fauna, die Loren« aus dem Fläscbertäli beschrieben bat, den Hauptbestandteil des Gesteins ausmachen». T r ii m p y betrachtet diese Brekzienhank als Transgressionsbildung des Tithons. Er ver- gleicht ferner die Fazies des «Riffkalkes» mit dem Sulzfluhkalk, von welchem er oft nicht zu unterscheiden sei, was nach unserer Ansicht gar nicht der Fall ist, da der «Riffkalk» nur als Anteil eines grobklastischen «graded bed» auftritt. Die Auffassungen von T r ü m p y über den erwähnten Klein- zyklus können wir bestätigen. Was die Interpretation anbetrifft, braucht nach den bisherigen Ausführungen über das «graded bed- ding» nur nochmals darauf hingewiesen zu werden, dass dieser Kleinzyklus keinesfalls als Transgressionsbrekzie anzusehen ist. Die
        

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