— :i'!.:•} — bedingen, als-orogene bezeichnen will. .). Cadisch (1953, p. 218 z. B.) hält den Bündnersehiefer-Flysch und die älteren, oder eigent- lichen Bündnerschiefer» für orogene Serien, wie viele andere Au- toren ebenfalls. Wir scbliessen uns dieser Ansicht an mit der Ein- schränkung, den Flysch als «einen Typ orogener Sedimentation, prä- bis initral-paroxysinal gebildet», anzusehen. Im vorliegenden Beispiel kommt der orogenetisehe Zugriff im Flysch nur stärker zur Geltung als in den eigentlichen iBündnerschiefern, die nichts anderes als ent weder'küstenentferntere Flyschsedimente oder trograndnahe Ab- sätze, in Zeiten geringer orogenetischer Beeinflussung entstanden, darstellen. Dieses Beispiel zeigt, dass die Unterscheidung einer «Fiysch- fazies» von einer «homogenen Geosynklinalfazies» im Einzelfalle naturgemäss zu Inkonsequenzen führen muss und es in gewissen Fällen zur Ermessensfrage wird, ob man von Flysch sprechen will. Sinti, wie in diesem Beispiel, beide Faziestypen durch vertikale und horizontale Übergänge verbunden und kommen auch der zweitge- nannten Fazies die für Flyschsedimente wichtigen Merkmale der grossen Mächtigkeit und des endlosen, raschen Wechsels sandig- kalkiger Bänke mit schiefrigen Lagen zu, d. h. grosse Flyschähnlich- keit, so dürfte es kaum falsch sein, beide als Flyschsedimente anzu- führen. Denn eine scharfe Trennung müsste dazu führen, die in einem Flyschkomplex zwisehengeschalteten, atypischen Abschnitte als «ho- mogene Geosynklinalfazies» anzugeben. Anderseits wären gröber- klastische Abschnitte unbekannten Alters in Bündnerschiefer-Fol- gen konsequenterweise als Flysch anzuführen. Dies betrifft die prinzipielle Seite des Problems Flysch - homogene Geosynklinalfazies. Praktisch wird wohl Bündnerschiefer vorteilhal- lerweise als Regionalbezeichnung für die flyschartige «homogene Geosynklinalfazies», wie W. N a h bolz dies vorschlägt, zu benützen sein, jedoch beschränkt auf die penninisehen Decken und ohne Ver- knüpfung mit einer hestinmmten Ablagerungstiefe oder mit der Vorstellung an langsam sinkende Geosynklinalräume, deren Sedi- mentation die Absenkung nicht wettmacht. Die prinzipiellen Punkte tlieses ersten Beispiels, in welchem die «homogene Geosynklinalfazies» flyschartig ist, wird ersichtlich an einem zweiten Beispiel, in welchem sie «flyscbfremd» ist. W.
        

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