diu jeweilige Fazies eines betrachteten Profilahschnitles allein von der Kiisten- distanz abhängig ist. Die gröberklastischen Abschnitte eines solchen Profils (das wir z. B. ohne Kenntnis sicherer lateraler Übergänge in schwellennahe Fazies betrachten) lassen nur auf verstärkte Schwellenbewegungen scbliessen. Wir wissen aber nicht, ob die Niveauschwankungen des Troguntergrundes gleich- sinnig oder entgegengesetzt zu jenen der Schwellen waren. Möglich ist, dass die Absenkung des Bündnerschiefertroges auf andere Weise, vielleicht in der von W. N a h h o 1 z und P. N ä n n y skizzierten Art vor sich ging. Weder für das eine noch das andere lassen sich bis beule Belege erbringen, weshalb dieser unbekannte genetische Faktor bei der Fixierung der genannten Begriffe unseres Erachtens wegzulassen ist. Die Übergänge von Flysch in Bündnerschiefer berechtigen, beide Faziestypen als Ceosynklinalsedimente zu zitieren. Befürwor- ten wir eine Trennung, so kann der Flysch als orogenetisch heein- llusste Randfazies des geosynklinalen Haupttroges bezeichnet wer- den, 'die Bündnerischiefer aber als die «homogene Geosynklinal- fazies» im Sinne von P. Arbo n z. Diese betrifft sowohl die nicht- i orogen beeinflusste Randfazios (banale, gcringklastisohe Zwischen- serien) wie jene küstenentfernterer Räume. Befürworten wir die Wahl eines gemeinsamen Oberbegriffes (wie z. B. P. N ä n n y oder .1. C a d i s c h (1953), der von iBündnerschiefer-Flysch einerseits, von älteren Bündnerschiefern anderseits spricht) so wäre von beiden als von Geosynklinalsedimenten zu reden (im Sinne von 
,|. Ter- c i e r , 1947), von den Bündn erschief ern dabei als der «homogenen Geosynklinalfazies», vom Flysch als der «geosynklinalen Trogrand- fazies». Beiden ist eines der hervorstechensten Merkmale von sog. Flyschsedimenlcn eigen, nämlich die rasche Alternanz dünngebank- ter sandig-kalikiger mit schiefrigen Lagen, bei grosser Mächtigkeit der Serien. Zugleich stellt sich die Frage, ob beide — nur der Flysch — oder keiner dieser Faziestypen — orogen zu nennen seien. .). Tercier (1947) möchte diesen Ausdruck vermeiden, da die Flyschsedimcntationcn nicht an die paroxysmalen Bewegungen (Hauptphasen) gebunden, sondern — oft während langer Zeit- spannen "— denselben vorgängig gebildet wurde. D. h., er empfiehlt die Verwendung des Flyschbegriffes im Sinne von M. L u g e o h und E. Argand, die von Flysch als von «formation de geosyn- clinaux ett voie de fermeture» sprechen. Oh orogen oder nicht hängt wohl davon.ab, ob man die nach- weisbaren Schwellenbewegungen, welche die Flyschsedinicntation
        

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