Bänken iiinl Lagen psammitischer und politischer Gesteine ohne «grading». Sie repräsentieren den Hauptteil des feinklastischen Detritus im primären, neritischen Einlagerungsraum. Der Transport in den Haupttrog geschah wohl auf mannigfache Art. aber nicht in Form von TC (wahrscheinlich zur Hauptsache durch turbulente Wasserströmungen, welche das feinpsammitische bis pelitische Korn in Suspension zu halten vermochten). Das Sedimentmaterial der Kleinzyklen und die Hauptmasse der feinerklastischen Sediniente ohne grading sind Einschwemmungen aus der neritischen Trogrand- zone. Damit stellt sich die Frage: Zu welchen Bildungen führt die authigcne Sedimentation im Haupttrog, «in situ», wenn jegliche Störung durch detritische Matcrialznfuhr aus der Trogrand- zone unterbleibt? Ob es sich dabei um chemische oder biochemische Ausscheidungen handelt — jedenfalls werden solche Absätze die iVlilieuhedingungen im Haupttrog widerspiegeln. Wir möchten sie deshalb kurz N o r m a 1 s e d i m c n t e nennen (Normalsedimen- tation, Sedimentation fondamcntale nach A. Carozzi, 1952: Tlialattogene Sedimentation nach P. A r b e n z , 1919). Um mit einiger Sicherheit entscheiden zu können, was wir a.s Normalsedimente des Flysches zu bezeichnen haben, möchten wir ein Beispiel zum Vergleich heranziehen. Liegt z. B. eine Serie sog. «pclagischer» dichter Kalke vor, in welchen nur Calpionellen und Radiolarien (wie z. ß. im Oberthiton der Falknis-Decke) auf- treten und wird diese Folge durch gelegentliche Kz unterbrochen, in welchen der klastische Kalkzement erfüllt ist mit Faziesfossil- R es teil neritischer Provenienz, so ist die Frage nach der Normal- sedimentation eindeutig entschieden. Geht nun diese Kalkserie ver- tikal durch zunehmend klastische Infizierung lithologisch allmählich über in eine Serie mit «typischer Flyschfazies« (wie im Neokom der Falknis-Decke), so lässt sich auch .darin unter günstigen Voraus- setzungen verschiedenes beweisen. Treten, nämlich in dieser vor- wiegend klastischen Serie auch nur mehr vereinzelte Bänke von genau derselben «pelagischen» Fazies mit Radiolarien und Calpio- nellen auf wie in der Kalkserie und sind zudem Kz nachzuweisen wie tlie vorhin erwähnten,so darf angenommen werden,dass die «pe- lagischen Kalkbänke» die Nornialsedimentation kennzeichnen. Die- ser Fall liegt im «Flysch-Neokoin» der Falknis-Decke tatsächlich vor.
        

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