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?Callovo-Oxforilien (GB in grün-schwarzen Tonschie- fern); Falknis-Brekzien (ganze Serie mit GB. z. T. mit grobpsephi- tischer Basis, gelegentlich mit m3-grossen eckigen und gerundeten Trümmern): Calpionellcnkalke (Obcrtithon, mit vereinzelten GB): Tristelschichten (sandige Urgonfazies, zum grossen Teil kleinzyklisch gegliedert); Gault (Glaukoniusandstoine mit Kreuzsohidhtung (!), Strö- mu'ngsrippcln usw. und zugleich mit unzähligen GB zwisehengelagert). GB treten in den Aptychenschichten der Aroser-Schuppenzone in Liechtenstein auf, z. T. auch in den Couches rouges der Sulzfluh- Decke am Fusse der Scheienfluh. Ferner liegen verschiedene Brek- zienniveaus als GB im oberen helvetischen Malm auch ausserhalb der Morcles-Decke vor (z. B. E. Rod, 1937, p. 23, 49). Nach den Beschreibungen von R. "Wey n schenk (1949, z. B. p. 24, Dalfazer .loch) und E. Spengler (1935, z. B. p. 149, 151) dürfte es sich hei einigen Brekzienlagen sowohl im Radiolarit wie in den Oberjura- kalken im Sonnwendgebirge (Tirol) um GB handeln. In allen Fällen rein mariner Serien mit. oder ohne Flyscbcharak- ter, widerspiegelt sich dasselbe Prinzip des Auftretens von GB : Klastische Massen aus marinen, relativ küstennahen, untiefen Ab- lagerungsräumen mit reichhaltigem Benthes werden durchweinen TC über verschieden weite Distanz in anschliessend tieferen, küsten- entferntcren Becken teppichförmig ausgebreitet. So ist verständlich, weshalb die 'meisten «flyschf remden» Serien mit GB küstenentfernte Absätze umfassen, deren Bildung in sicher tieferen als neritisohen Bereichen stattfand (Calpionellenkalke, Aptychenschichten, Couches rouges z. T. Radiolaritc). Die GB dieser Serien spiegeln ausnahmslos die Fazies des dem Resedimentationsranui benachbarten litoral- neritischen Raumes wider. Sie stellen Schiittungen aus diesem Raum dar, welche die Normalsedinientation im entfernteren, tieferen Becken brüsk unterbrechen. GB lassen sich aber, wie verschiedene Beispiele lehren (Gault der Falknis-Decke, Tristelschichten, gelegentliche GB im siidhelve- tischen Tertiärflysch von Einsiedeln, Plio-Pleistooaen im «Ventura Basin» nach Ph. H. K u e n e n (1953), in der Molasse usw.), auch in untiefen marinen Ablagerungsbereichen nachweisen. Die GB sind dann allerdings seltener, mit schlechterer Sortierung der Korngrös- sen und mit zusätzlichen, den GB in tieferen Becken fehlenden, tex-
        

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