— 102 — P. N ä n n y hält denKalkgehalt im Flysch (einschliesslich jenem, der Kz) für eine authigenc Bildung im Flyschtrog (thalatrogen), und nur Ton und gröbere Klastlka für Einschwemmungen. Der Kalkgehalt im Kz ist aber, wie wir oben gesehen haben, an einen Korngrössenbereich gebunden und da die.gesamte Masse eines Kz 'durch einen TC in einem einzigen, 'kurzfristigen Akt über das Flyschbecken ausgebreitet wurde, ist natürlich auch der Kalk als allothigeiies, detritisches Sediment zu bezeichnen, der nicht aus dem Ablagerungsraum stammt, welcher durch die beute vorliegenden Flyschmassen repräsentier! wird. 27. Was die o r g a n i s c h e n R e s t e anbetrifft, ist der Um- stand von -grosster [Bedeutung, dass sie nach Korngrössen sortier; in entspr. Bereichen des Kz eingelagert sind. Makrofossilien sind in GB — Inoceramen-Bruchstückc ausge- nommen — unseres Wissens selten gefunden worden. 1 Im Basisbereich des Kz, in welchem die durchschnittlicheTriim- mergrösse über cm-Durchmesser aufweist, fehlen in der Regel Fos- silreste. . 28. Vom Korngrössenbereich an, in welchem die anorganischen Klastika-Durchmesser auf durchschnittlich unter 0,5 cm fallen, stel- len sich vereinzelt Grossforaminiferen und andere organische Reste analoger Grösse ein. In unseren Oberkreideserien bandelt es sich um Sideroliten, Orbitoiden, Bryozoen, Litbothamnien, Echinoderinen- reste (Kleinforaminiferen sind selten). Das Häufigkeitsmaximuni er- reichen sie im Korngrössenbereich von ca. 1 — 5 mm, wobei gerade hier der Kalkgehalt in Form des rcscdimentierteii Zementes relativ am höchsten ist. Überwiegt er quantitativ die gröberen Einstreuun- gen, so erscheint dieser Bereich als typisch «organogoner Sandkalk>>. Das hat bis anbin die meisten Autoren veranlasst, von «neriti- scher, organogener Fazies» zu sprechen, den Kalk und die Foramini- feren als «authigene» Bildung bzw. Faziesfossilien anzusehen und nur die psammitischen Mineral- und Gesteinstrümmer für allothigene Einschwemmungen zu halten, was nach allen Daten über die, Bil- dungsweise eines GB ausgeschlossen ist. 29. In Korngrössenbereichen von ca. 2 — 0,5 nun finden sich Gross- und KIeinforaminifer.cn. *
        

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