- 87 - gütigen auch die Ansicht geäussert wird, einer «natürlichen Faziesahwickluug hei einer suhhelvetischen oder vielmehr parahelvetischen Einwurzelung des exo- tischen Glarner Flysches» stehe nichts im Wege, kann, gerade in Rücksicht auf die Faziesverhältnisse, kaum beigepflichtet werden. Was die von R. Staub (1954) beigelegte tektonische Karle anbelangt, ist zu bedauern, dass darauf nicht durch eine Linie die Abgrenzung des Talschuttes der grösseren Täler von wirklich Anstehendem markiert wird, um das, was R. Staub (p. 181) selbst als «in Wirklichkeit Hypothese» bezeich- net, vom Sichtbaren zu trennen. Um nur ein Beispiel, das unser Untersuchungs- gebiet anbetrifft, zu nennen : Von der gesamten mit Violett (siehe Legende) belegten Ultrahelvetischen Fläscherberg-Serie, mit Grabser Klippe ? (Bonvin) ist rechtsrheinisch mit Ausnahme des südliehen Fläscherberges selbst (auf der tektonischen Karte eine Fläche von wenigen mnr, südwestlich der Falknis) von Chur bis Feldkirch nichts aufgeschlossen, auch keine Verspiessungen und Ver- schuppungen dieser Zone mit Helvetikum und Flysch. Man vergleiche dazu die tektonische Übersicht 1 : lOO'OOO der Geol. Karte des Fürstentums Liechtenstein und die tektonische Übersiebt auf Taf. 1. Ungelöste Probleme Im Bereiche der Prätigauschiefer des nordalpineii- und des Va- duzer-Triesner Flysches bleiben einige Fragen nach wie vor ungelöst. Eine derselben lautet: 1. W e s b a 1 b i is t T e r t i ä r i m P r ä. d u r c b ig e h e n d v o r - h a n d e n, f e b 1 t a b e r im Weste n d e r n o r d a 1 p i n e n Flyschzone (Wäggital, Liechtenstein, Vorarlberg, Allgäu?) Nach P. N ä n n y (1946, a, b) bildet der tertiäre Ruc'hbergsand- stein ein kontinuierliches Dach des Prä. vom Rhätikon bis ins Ober- - halbstein. Die Gempiscliuppe als südöstlichstes und tektonisch höchstes Flysohelement im Prätigau-Halb fernster führt kein Tertiär. Ob das- selbe durch die ostalpinen Decken abgeschert, zufolge Mäcbtigkeits- reduktion oder gar Nichtablagerung gegen SE hin fehlt, ist nicht zu entscheiden. Dem Verdacht, dass Tertiär fehlen könnte, weil die Sedimente der Gempiscliuppe im Ablagerungsraum in die Nähe des Vorarlherger Flyschraumes zu liegen kommen, möchten wir kein grosses Gewicht beilegen. Man könnte in diesem Zusammenhang an die Möglichkeit denken, dass mit der Vorüberschiebung des Vo. und Va.-Tri bereits im Prä.-Raum die Teilüberschiebungsflächen (Vilan-, Prätigau-, Gempiscliuppe) angelegt worden wären, es aber nur zur
        

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