gen konnte damit im Westen — stark zurückgehogen — soweit süd- lich wirksam gewesen sein, dass alttertiäre (z. T. jedenfalls nach- untcreocaene) ostalpine Voriiberschiebungen (vielleicht in Form von Gleitdeckcn?) nach WNW, ev. direkt nach Westen möglich scheinen. Man wagt dabei die Möglichkeit kaum anzudeuten, dass gewisse «ost- alpine Massen» in einer solchen Vorphase oder mit Einsetzen der Hauptüberschiebung auf eigentlich «westalpinen Raum» vorgestos- sen sein könnten und einer «westalpinen Wurzel» deshalb nicht be- dürften. Mit dem in der Hauptphase stetigen «Anbau» fortschreitend zentrumentfernt gelegener Orogenstreifen rückt auch das ostalpine Bosenzentrum immer weiter vor. Es hätte sich nachuntereocaen dem westalpinen Bogenzentrum soweit genähert, dass nach dem Übergriff des Bewegungsimpulses auf das letztgenannte praktisch, eine « Vcrsch weissung» und damit in der Hauptphase der allgemeine S-N-Schub resultierte. Dabei wäre diese S-N-Bewegung nur als Re- sultante der abwechslungsweisen Schübe aus beiden nun räumlich verketteten Zentren anzusehen, welche alternierenden Impulse sieb ja besonders im Interferenzgebiet selbst in den letzten Phasen der alpinen iBaugeschichte noch deutlich manifestierten. Aber im Unter- schied zu den nur ostalpinen «Vorläufer-Phasen» nun so, dass sich die Bogen immer weitgehender überschneiden. Die im Rheintal- und westlich anschliessenden helvetischen Ge- biet bis zur Linfch ausgeprägt ostalpinen Strukturen sind von P. A r - h e n z, R. H e 1 b 1 i n g u. a., von R. S t a u b von jeher und soeben (1954) eindrücklich beschrieben worden. Dieser Autor weist mit fol- genden Worten auf diese wichtigen Erscheinungen hin (1954, p. 49): «Und es wird sogar zu untersuchen sein, ob nicht im Ablauf des ge- samtalpinen Geschehens westliche und östliche Impulse sich mehr- fach abwechselnd überprägt haben könnten». h) Sckundär-tektogenetische Gleitphänomene im Zusammenhang mit Vorüberschiebungen von Flyschmassen: Schweregleitung spielt bei der Mehrzahl der Gebirgsbildungs- Hypothesen eine mehr oder weniger bedeutende Rolle. Unbeküm- mert um die je nach Hypothese verschiedene Art der primären Ge- birgsbildungs-Hauptkräfte sind Abgleitungen nur als sekundär-tek- togenetische Phänomene zu betrachten. (Wir möchten auf die im Sinne von R. H a a r m a n n, R. W. van B e m m e 1 e n, P. F o u r -
        

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