— 56 — Betrachten wir die Schichtreihe des Sardonaf lysches, so fallen — unter Einbezug aller im Gange befindlichen Abänderungen von jener, die W. L e u p o 1 d (1938) aufstellte — die folgenden Merk- male auf : die Fazies wird in immer jüngeren Horizonten mit zuneh- mender Intensität durch den Einfluss einer sich dem Sardonaraum nähernden Schwelle bestimmt; die Serie wird ruckweise klastischer. Und die zeitliche Fixierung — soweit sie bis heute beurteilt werden kann — stimmt ausserordentlich gut mit der Schichtreihe des Prä. bzw. Vo. übercin, aus deren Gcröllbestand sich bestimmte Belege über die Schwellcntätigkcit und den Zeitpunkt ihrer Verlagerung ergeben (vgl. Fig. 6). Wolde» wir einen siidhelvetischen Kaziesraum. wie er in der Schtippcn- zone Wildhaus-Fraxern verkörpert ist, nördlich der Prätigau-Nordschwelle ein- setzen, so sähen wir uns vor die Tatsache gestellt, in den tieferen Sehuppen Wang-, in den höheren «Leinlernfazies» von Maestrichtien. ja sogar von Danien- Paieoeaen-Alter vorzufinden. Wie wäre es dann möglich, dass die bewiesene Schwelleuwanderung in Richtung dieses Troges sich bis ins Paleocaen nicht in klastischen Serien dokumentiert ? Bewiesen ist, dass die Schwelle sich verlagert (p. 55); wahr- scheinlich wird durch obige Vergleiche die benachbarte Lage von Sardona- und Prätigauflysch im Ablagerungsraum. Durch unser Ab- wicklungsschema wird .damit die Grössen- und Häufigkeitsabnahme der siidhelvetischen Gerölle nach ESE in der Reihenfolge Prä. -Vo. -Tri. erklärt, was zu den Hauptpunkten unserer Argumentation zählt. Dieses Faktum bot, wie wir schon p. 45 erfuhren, bei der Konzeption der Ablagerungsräumc nach P. N ä n n y und R. Bla- ser unüberbrückbare Schwierigkeiten. Mit Ausnahme der turonen Serien wird — von P. N ä n n y wie R. Blaser — die lithofazicllc Übereinstimmung aller übrigen Oberkreideserien des Prä. und Vo. betont. R. ' B 1 a s e r (1952) schreibt p. 145 wörtlich : «Eigenartigerweise weist die Schicbtfolgc der Prätigauschiefer 'mit tlerjenigeti des Vorarlbergerflyscbes grös- sere faziclle «Verwandschaft» auf als mit derjenigen des näherge- legenen Vaduzer- und Triesnerflysches». Diese Feststellung findet mit Lösung c) eine natürliche Erklärung, (siebe Fig. 4).
        

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