— 44 - Diese Konzeption wirll verschiedene Fragen auf. für welche keine befriedigende Antwort zu finden ist, nämlich: a) Nach P. Nän u y ist die Geröllschüttung in den Prätigautrog symmetrisch, fm Vorarlhergcr Flyschtrog ist sie asymmetrich, N — S gerichtet. Schwelle II liefert kein klastisches Material in den Triesner Flyschtrog. Nach diesem Autor schliesst nördlich an Schwelle I der Trog mit priabonem «Wildflysch» an (Sedi- mente der Schuppenzone Ainden-Wildhaus-Fraxern, weiter öst- lich Liobcnstciner-Decke genannt), also Sedimente mit nichtkla- slisoher Oberkreidc. Infolgedessen erfolgt keine Geröllschüttung von Schwelle 1 nach N. Nördlich anschliessend müsste danach wieder eine Seh welle (siidbel vetische Schwelle) postuliert werden, die zur Oberkreidezeit klastisches Material nach N in den Sar- donarauni liefert. Kurz: Uneinheitliche Geröllschüttungen von den Schwellen bald nur nach N, bald nur nach S, oder beidseits. Oder aber es müsste bei einheitlicher Geröllschüttung angenom- men werden, dass breite, seh wellennahe, grobklas tische Trog- streifen bei der Deckenwanderung «verloren» gegangen seien. h) In den Gainpänien-Macstrichtien-Serien von Prä., Vo., Va-Tri. treten Gerolle auf, die wir (mit P. N ä n n y, R. Blase r, R. Staub) nur einem helvetischen Herkunftsgebiet zuweisen kön- nen. Diese Gerolle sind am häufigsten und von gröbstem Kaliber im NW-Gebiet des Prä.; weniger häufig und feiner im Korn im Vo.: fraglich, in seltenen, feinsten Korngrössen (unter 0,5 nun) im Tri. Würden dieselben von Schwelle I stammen, so niiissten sie Schwelle II passiert haben, dabei plötzlich an Grösse und Zahl zugenommen haben. P. N ä n n y bezieht diese helvetischen Gerolle von Schwelle II (Prätigau-Nordscbwelle). Merkwürdigerweise reiht er aber die Ablagerungsräume von Vo., Va-Tri. trotzdem nördlich dieser Schwelle ein. R. Blase r (p. 118) macht auf diesen Widerspruch aufmerksam. Er betont, dass diese Disposition allein schon des- halb unmöglich sei, weil «im Turon bis unteren Senon im Räume nördlich der Prätigau-Nordschwelle N ä n n y's-Sedimente des Vaduzer- und Vorarlbergerflysches zum Absatz gelangten, welche mit der Fazies der eingeschwemmten Turonkomponchten nicht die geringste Verwandtschaft aul wiesen».
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.