- 42 - Wohle man «ullralielvetiseli» als Faziesbegiiff benutzen, so könnte damit wohl nur die «Wildflysch»-führencle Zone im Ablagerungsraum gemeint sein. Für die Schuppenzone käme dann die tektonisclie Bezeielinung Ii o c Ii h e 1 v e - lisch von W. L e » p o I d in Frage. Dann waren weiter im Westen (Einsiedeln, Wäggital; hauptsächlich süd-, weniger ultrahel vetische Sedimente am Aufbau des Hochhelvetikums beteiligt. In der Wildhanser- und Fraxermulde wäre un- gefähr der gesamte Sediinentinhalt der Schuppenzone als ultrahelvetisch zu be- zeichnen, die Schuppenzone im Hinteren Bregenzerwald (R. Oberhäuser, 1953) — also die Liebensteiner-Decke M. R i c h t e r 's — ebenfalls. In diesem letztgenannten Raum meldet B. Oberhäuser Wildflyschfazies schon in der .Schichtfolge der Säntis-Decke. Man inüsste also hier von einem Ubergreifen ul- I rahelvetischer Fazies auf die helvetische Hanpldecke sprechen. Dies wider- spricht allerdings der Ansicht M. R i c h t e r 
:s — der übrigens «ultrahelvetisch» nur als Faziesbegriff verwendet — wenn er 1937 (p. 136) sagt: «Es gibt keine Leiineruschichten und keinen Wildflysch im Helvetikum östlich vom Rhein». Jedenfalls sollte der Ausdruck «ultrahelvetisch» im tektonischen Sinuc nicht zugleich zur Bezeichnung eines gleichnamigen Streifens im Ablagerungs- raum verwendet werden. Das gilt vor allem für die Schuppen über der helve- tischen Hauptdecke der Zentral- und Nordostschwreiz. Anders verhält es sich mit dem Glarner Flysch. W. I. e u p o I d (1942) nennt Blattengral-1 und Ragazcr Hysch siidhelvetisch, den Sardonaflysch aber penniniseh, im Hinblick auf die Fazies dieser Serien.. Hier dürfte es vorteilhafter sein, die tektonischen Verhält- nisse als begriffsbesliiniuend zu verwenden und «penniniseh» durch hoch- oder ultrahelvelisch zu ersetzen. Faziell stehen ja, nach den Nuininulitenfunden von ,T. Sehn in II c Ii e r (mündl. Mitteilung, siehe J. Cadisch (1953) ) zu schliessen, betr. Sardonaflysch noch verschiedene Fragen offen und auch diesen siidhelve- tisch zu nennen, würde keine Widersprüche ergeben. Unter den genannten Flyschkomulexen stehen sich Prätigau-, Vorailberger- und Vaduzer-Triesncr Flysch faziell wie tektonisch am nächsten. Deshalb beginnen wir die Vergleiche mit diesen drei Einheiten. Wir sahen p. 30, dass die Meinung vorherrscht, Va-Tri. steche nach S unter den Prä. ein. Und da die Überschiebung von Va-Tri. auf den Vo. nach den meisten Autoren indiskutabel ist, sei somit auch die lektonischc Position des letzteren fixiert. - Die ursprüngliche Hintereinanderreihung der Sedimentations- räume zeigt nach obiger Ansicht folgende Ordnung (vgl. R. B 1 a s e r, p. 149) :
        

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