— 37 — Foraminniferen ; «pelagische Turonkalke», Typus Seewenkalke ; Konglomerate, 7.. T. sehr grobklastische, stets zuoberst im Profil und ohne Fossilien ; wild- flyscharlige Gesteine (ohne Exotika !); Diabase (z. B. 1932, p. 100); Radiolarien- gesteine lt. a. m. Aile diese Gesteine sollen nach diesem Autor uormalstratigraphische Ein- lagerungen im Birnwangflysch sein. ' An Mikrofossilien enthalten nach E. K r a u s die seewerartigeu Kalke und die bunten Mergel : « G 1 o b o t r u n c a n a c a n a I i c u 1 a t a C u s h m a n » (G. c a n a 1 i c u 1 a t a (Rens s) ), womit wahrscheinlich Schnitte aus dem Lapparenti-Fnrmenkreis gemeint sind. Ferner führt E. Kraus oft zusammen auf : Texlularien, Globigerinen. Orhulinaria sphaerica, Oligostegina laevigata, «Calpionella». Nach E. Kraus handelt es sich dabei um Tnron oder Uiitersenon. 1932, p. 94, ferner 1942, p. 96, hält er G. c a u a 1 i c u 1 a t a für eine Leitfonn des Campans. Vorsichtigerweise wendet er aber meist den neutraleren Ausdruck «Oberkreide-Foraminiferen» an. Aus den übrigen «Einlagerungen» kann E. Kraus keine Oberkreide-Leil- fossilien namhaft machen. Diese Altersannahme (Oberkreide) im Sinne von E. Kraus hatte solange eine gewisse Berechtigung, als unbewiesen war, dass die «wangähnlichen» un- teren Bimwangschichte» jünger seien als die «oberen, sog. stratigraphischen Einlagerungen». Wir wissen nun (A I 1 e m a n n, Blaser. Nätin y. 1951), dass der untere Schichtabschuiti (Fanolaserie) bis hoch, ins Maestrichtien hinauf- reicht, was durch Leitforaniiniferen belegt ist. Dabei handelt es sich auch um Grossforaminiferen. die schon vor mehr als 20 Jahren — selbst in Flyschge- bieten ( ! ) — als Leitformen für Cauipan-Maestrichtien galten (siehe z. B. P. A r n i, 1933). Würden die verschiedenen farbigen Foraminiferen-Mergel und seewerartigen Kalke zur Flysch-Schichtreihe gehören, müssten sie von höchstem Maestricht- oder jüngerem Alter sein. Sie reichen aber vom Cenoman bis zum Maestricht, wenigstens in den bisher von uns geprüften Proben. Meist genügt zur Altersbestimmung — hei einiger Routine — schon die Lupe ! Es ist noch abzuklären, ob nicht jüngstes Maestricht oder Paleocaen in Couches rouges-Fazies vorkommt, wie diese z. B. für Falknis- und Sulzfluh- Decke typisch ist, aber auch im Fenster von Niiziders (Globorotalienscliichten) von P. N ä n n y und uns gefunden wurde. Das würde aber — sofern solche Glie- der mit älteren Couches rouges verknüpft wären — nichts an der Tatsache ändern, dass die Foraminiferengesteine der Birnwangschichten von der Flysch- Schichtreihe abzutrennen und in einem tektonisch höheren Stockwerk unter- zubringen sind. Ferner sind mit Bestimmtheit älter als Maestrichtien und eben- falls vom Flysch ahzutrennnen : a) die «C a 1 p i o n e 1 1 e n k a 1 k e»: E. K r a u s' scheint sich in seinem neue- sten Werk (1951, z. B. p. .342, 344, 349 usw.) davon überzeugt zu haben,
        

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