/ — 29 — Lawenatobolaustritt muss der Triesner Flysch unter das Rheintal- niveau einstechen. 1 km S Balzers rücken helvetischer Kieselkalk und Malm der Faiknis-Decke bis auf eine Horizontaldis tanz von 1 km zusammen, was beim östlichen Einfallen einer schiuttverhiillten Zone von höchstens 300 m Mächtigkeit entspricht. Ein Kilometer weiter südlich rücken Falknis und Helvetikum bis auf 400 m Tren- nung durch Schutt aneinander, was die mögliche Flysch-Mächtigkeit auf höchstens 100 m verringert. Wir gelangen nur im günstigsten Falle zu dieser Mächtigkeit, nämlich hei der Annahme, dass die Schuttränder mit der Basisfläche der Falknis-Decke bzw. mit der Dachfläche der helvetischen Fläscherberg-Nordschuppe zusammenfallen würden, was nicht der Fall ist. Deshalb dürfte D. T r ü in p y (1916, p. 64) Recht behalten, wenn er schreibt : «... ist der Triesner Flysch bei Bal/.ers auf höch- stens 50 m reduziert». Der Triesner Flysch liegt über dem Helvetikum und unter der Falknis-Decke. Deshalb muss er nach S in die oben beschriebene lektonischc Enge zwischen Fläscherherg und Mittagspitz einmünden in Richtung Luziensteig. Soweit kann kein'Zweifel bestehen.; jedoch: von S nach N zwängen sich in genau denselben Engjjass die Prätigau- schiefer zwischen südlichem Fläscherherg und den Falknis-Gestcineii östlich der Euziensteig. Die Faziesvcrhältnisse altersäijuivalentcr Glieder machen es aber vollständig unmöglich, Triesner Flysch und Eggbcrg-Serie des Prätigauflysches direkt zu verbinden (wenn sich im Räume Ansrüfi überhaupt noch ein Flyschpokster vorfindet, was wir bezweifeln, so ist seine Mächtigkeit kaum noch 50 in). Somit stellt sich die Frage : Ist die fJberschiebungsbahn dos Triesner Fly- sches unter oder über die Prätigauschiefer zu ziehen ? Von .der Entscheidung dieser Frage hängt die Stellung von Triesner-, Vaduzer- und Vorarlberger Flysch im Ablagerungsraum in bezug auf jene der Prätigauschiefer ab. Wir stellen fest: Auf 9 km Distanz fehlt zwischen Triesen und dem Glecktobel (nördlichstes Prätigauflyscb-Vorkom- men) jeglicher F.lysohaufschluss. Beitie Flyschkomplexe liegen in direktem Kontakt mit der höhern Falknis-Decke. Es ist unmöglich, direkt zu beobachten, welche Flysch-Einheit die tcktonisch höhere sei. Da die Frage von Bedeutung ist, suchen wir hei allen Autoren, welche die betreffenden Strukturen aus eigener Anschauung kennen, nach Argumenten für und wider :
        

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